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Kurzfilme
Satirische Gesellschaftskritik
Aus dem Archiv der Kurzfilmtage Oberhausen

Vier Kurzfilmen stellen in 92 Minuten verschiedenste teils arg böse Gesellschaftskritik an. Die Werke stammen neben Großbritannien aus drei osteuropäischen Ländern.

Sonntag 26.01.2003 — 18:20 Uhr

ALL FOR THE BEST
(Alles zum Besten )

Die Ereignisse spielen sich während des armenisch-aserbaidschanischen Nagorny-Karabach Konfliktes ab. Weil eine Leiche in einem Zinksarg mit einer undeutlichen Adresse markiert ist, geraten zwei Familien in Aufregung. Als sie den Sargdeckel abnehmen, um den toten Soldaten zu identifizieren, stellen sie fest, dass er nicht aus Aserbaidschan kommt, sondern aus Armenien - und früher in Baku gelebt hat. (Katalog 44. IKF 1998, S. 30)
Aserbaidschan 1998 · Regie Vagif Mustafayev · 36' · OmU

THE SOUND OF MUSIC
(Der Klang von Musik)
Ein Saxophonist spielt bei einem Wohltätigkeitsessen.
GB 1994 · Regie Phil Mulloy · 11' · Animation

MIESO
(Fleisch )
Fleisch beherrscht die Welt! Es macht Geschichte! Es formt das Schicksal von Menschen und Nationen! Es kann Kronen bieten - oder Narrenkappen. Fleisch kann geschnitten werden, zerteilt oder zerhackt. Geschichte kann zerhackt werden, zerteilt und geschnitten. Geschichte ist im Gedächtnis festgeschrieben. Das Gedächtnis ist eine Funktion des Verstands. Der Verstand ist Fleisch! (40. IKF Oberhausen 1994, , S. 38)
Polen 1994 · Regie Piotr Szulkin · Dokumentarfilm · 30' · OmeU

ZDRAVI LJUDI ZA RAZONODU
(Litanei der heiteren Leute)

Gutes Haus, gute Lunge, gib mir ein Stück Land. Gutes Haus, gute Lunge, gib mir ein Stück Himmel. Gutes Haus, gute Lunge, gib mir eine gute Frau, die so arbeitet, wie sie es soll. (VII. WDKF Oberhausen, Einführung, 78)
Jugoslawien 1971 · Regie Karpo Acimovic Godina · Dokumentarfilm · 15' · OmU