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Kurzfilme
Found footage
Aus dem Archiv der Kurzfilmtage Oberhausen.

Mit gefundenem Bildmaterial arbeiten etliche Experimentalfilmer. Der Bielefelder Matthias Müller ist ein weltweit beachteter Vertreter der found footage community und in diesem Programm mit zwei Filmen vertreten. Dazu gesellen sich vier weitere Filme von Peter Tscherkassky, Martin Arnold, Mike Holboom und Katrin Rothe. "Aus dem Archiv der Kurzfilmtage Oberhausen"

Sonntag 24.11.2002 — 19:15 Uhr

HOME STORIES
Eine Heimsuchung durch wiederkehrende Figuren des Hollywood-Melodrams, Eine Choreographie der Blicke und Gesten. "Oh Lana Turner we love you get up." (Frank O'Hara)
D 1991 · Regie Matthias Müller· 6' · ohne Sprache 

DREAM WORK
Eine Frau geht zu Bett, schläft ein und beginnt zu träumen. Ihr Traum führt sie in eine Landschaft aus Licht und Schatten, wie sie in dieser Form nur die klassische Kinematographie hervorzubringen imstande ist.
Österreich 2001 · Regie Peter Tscherkassky · 11' · s/w · ohne Text 

ÜBERGANG ZUR HANDLUNG
Gegeben: Ein Hollywood-Text der frühen 60er Jahre; Familienfrühstück; Mann, Frau, Sohn und Tochter. Eingeschrieben: Die Wiederholung des Reduzierten, Ausgegrenzten und Fremden. Ein Symptom. (Katalog IKF 1993, S. 27)
Österreich 1993 · Regie Martin Arnold · 12' · ohne Sprache

LETTERS FROM HOME
(Briefe von Zuhause)
"Briefe von Zuhause" beginnt mit einer Rede von Vito Russo und fordert einen Chor von Sprechern auf, ihre Meinung über Aids, Liebe und Tod zu äußern. Vorangetrieben von einer Vielzahl von formalen Vorgängen, ist diese Serie von Kurzportraits großzügig mit Found Footage Auszügen, handentwickelten Dilemmas, Home Movies, Super-8-Psychodramen, gepixelten Fantasmen, intergalaktischen Kriegen und einem heißen Kuß unter einer kühlen Dusche ausgestattet. (Katalog 43. IKF 1997, S. 44)
Kanada 1997 · Regie Mike Hoolboom · 15' · engl. OF

BIS GRAS WÄCHST
Hunderte Photos aus einem Jahr, photographiert, bevor ich mir eine Videokamera kaufte. Ein Film über Tod und das Leben mit Andenken an Tote... Eine tiefe Frauenstimme zitiert bruchstückhaft Jean Amery: "...insbesondere, wenn ich bedenke, daß die Welt des Glücklichen eine andere ist, als die des Glücklichen, und daß mit dem Tod die Welt sich nicht verändert, sondern aufhört. Dies ist also der Sinn der Botschaft, die ihren Bestimmungsort nicht erreichen kann, weil es einen solchen nicht gibt." (Katalog 42. IKF 1996, S. 43)
D 1996 · Regie Katrin Rothe · 4'

NEBEL
Der Film basiert auf "Gedichte an die Kindheit" des österreichischen Lyrikers Ernst Jandl. Er versucht, kindliche Erlebnisweisen in diesen Gedichten und Kinderreimen auszudrücken. Der Film setzt sie visuell um.
D 2001 · Regie Matthias Müller · 12'