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Violent Cop
Regie: Takeshi Kitano [jap. OmU]

»Kommissar Azumas unbestechliches
Berufsethos ist so weit entgrenzt, dass er zur Erreichung seiner
Ziele selbst gewalttätig handelt. Er verfolgt einen Drogen- und
Verbrechensring und erfährt nach und nach von der Beteiligung
einflußreicher Polizisten an den schwarzen Geschäften. Der
Killer des Rings, mit dem Azuma sich blutige Kämpfe liefert, ist
ein sadistischer Genießer und eiskalter Mörder. - Er trägt ein
Kreuz an seiner Kette, was wie beiläufig, aber dennoch immer aufs
Neue inszeniert ist.
Spätestens darin wird deutlich, dass Violent
Cop sich im Genre der postmodernen Polizei- und Gangsterfilme
von French Connection über Taxi Driver bis zu Bad
Lieutenant und Reservoir Dogs bewegt. Nur setzt er auf
Lakonik beim Durchgang durch die immanent christlichen, meist
katholischen Motive und nicht auf Pathos und zwiespältige
Faszination. Azumas labile Schwester wird von dem Killer
entführt, von dessen Gehilfen mit Heroin berauscht und
vergewaltigt. Im Showdown zwischen Azuma und dem Killer fleht die
süchtig gemachte den sterbenden Killer um mehr Stoff an. - Und
Azuma erschießt sie. Der Bandenchef erschießt als letzten auch
Azuma, und die Verflechtung von Polizeischlingen und Yakuzaringen
funktioniert noch selbstverständlicher als zuvor. Azuma, der
Übermensch, ist erledigt« (M. Heilemann)
Japan 1989 103' R Takeshi Kitano B
Hisashi Nozawa K Yasushi Sakakibara
Mit Takeshi Kitano, Maiko Kawakami, shiro Sano, Shigero
Hiraizumi
Do 27.1.2000 ca. 19:00 Uhr
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