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Rocco und seine
Brüder
Regie: Luchino Visconti

»Nach dem Tod des Vaters zieht Rosaria mit ihren vier
verbliebenen Söhnen von Sizilien nach Mailand zum ältesten Sohn
Vincenzo. ‘Die Schaufenster, das Licht, so hell wie am Tage’,
spricht es aus den Brüdern mit ebenso unschuldigen wie falschen
Erwartungen, als sie abends durch die Straßen fahren. ‘Alle
kommen sie nach Mailand; barfuß suchen sie das gelobte Land’,
spotten die genauso armen, aber inzwischen desillusionierten
Gelegenheitsarbeiter.
Als die Nachbarin Nadja ihre freien Stunden mit Simone, dem
zweitältesten der fünf Brüder, vertreibt, sagt sie über ihn
und sich: ‘Boxen und Strichen, wir tun beides aus Leidenschaft’.
Die ganze Wahrheit dieses Satzes zeigt sich in seiner halben.
Simone kommt nach und nach moralisch unter die Räder, Nadja für
ein Jahr ins Gefängnis, und Rocco – der wie ein Christus einer
Geschichte einen Namen gibt – geht zum Militär.
Nachdem Nadja durch Rocco – den nicht leidenschaftlicheren,
aber besseren Boxer – Halt findet, entwickelt sich ein
melodramatischer Exodus aus dem Neorealismus. Die traditionell
matriarchalische Familie Siziliens zerfällt im modernen Norden,
wo ein noch offeneres Unverständnis gegenüber dem weiblichen
Genießen herrscht.« (Manfred Heilemann)
ROCCO
E I SUOI FRATELLI · I/F 1960 · Regie Luchino
Visconti · Buch Luchino Visconti, Giovanni Testori u.a. ·
Kamera Guiseppe Rotunno · Musik Nino Rota · Mit
Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Spiros Focas,
Claudia Cardinale, Katina Paxinou u.a.· ab 18 · 166’
Donnerstag 15.06.00, ca. 18:45 Uhr
Links
Rocco e
i suoi fratelli in Internet Movie Database
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