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Programm I
Fischfang: Vom Handwerk zur Industrie
La Terra Trema (Die Erde bebt)
Programm II
Inseln zwischen Sehnsucht und Isolation
A Ostra e o Vento (Die Auster und
der Wind)
+ La Plage (Der Strand)
Programm III
Wasser - Land
The Secret of Roan Inish (Das
Geheimnis des Seehundbabys)
+ Pücheursä Cheval (Fischer zu Pferd)
Programm IV
Die Faszination der hohen See
Genti di Mare (Seeleute)
+ Branding (Brandung)
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| Das Meer, die See, der Ozean, was wären
sie ohne die Küsten, die Klippen und Gestade. Da stoßen sie an
ihre Grenzen, von hier aus erschließt sich ihre Unendlichkeit.
Küsten und Meere – kaum ein anderes Begriffspaar ruft so
vielfältige Bilder hervor, weckt mehr Assoziationen und spricht
spontaner Gefühle an. Die Weltmeere bedecken knapp sieben Zehntel
der Erdoberfläche und sind noch immer der geheimnisvollste
Bereich unseres Planeten.
In vielen symbolischen Zusammenhängen und in der
Tiefenpsychologie gelten sie als weiblich, als Wiege und Quelle
des Lebens und des Überlebens. In der Bibel wird ihre unheimliche
Tiefe als Hort des Leviathan angesprochen und in der Geschichte
der Sintflut auf ihre unkontrollierbaren und zerstörerischen
Kräfte hingewiesen. Für viele Welternährungs-Strategen sind die
Ozeane mit ihren angeblich unerschöpflichen Eiweißreserven noch
immer die große Zukunftshoffnung. Ökologen dagegen weisen auf
die zunehmende Verschmutzung und die sich abzeichnende
Übernutzung hin. Die riesigen Wasserflächen sind Verbindungswege
und zugleich trennende Distanzen zwischen den Kontinenten und
Machtzentren. Außerdem bieten die Weltmeere die letzten Nischen
der totalen Freiheit, nicht nur in den sehnsüchtigen Träumen der
Segelfanatiker und Landratten, sondern auch für
Wirtschaftsabenteurer. Nur auf hoher See und in den unendlichen
Tiefen darunter finden sich noch Gebiete, die außerhalb
nationaler Hoheitsansprüche und Rechtsprechungen liegen und
theoretisch samt ihren verborgenen Schätzen allen gemeinsam und
niemandem allein gehören.
Trotz der Sehnsüchte und der Anziehungskraft der Ozeane kennen
nur ganz wenige ihre Weiten aus eigener Erfahrung. Die meisten von
uns sehnen sich weniger aufs Meer denn an dessen Küsten. Wir sind
reif für die Insel und lassen unsere Blicke, in Gedanken oder
real, genüßlich über die sich am Horizont verlierende
Wasserwüste schweifen und wissen dabei das sichere Land in
unserem Rücken.
All diese Themen haben nicht nur Dichter, Sänger und
Schriftsteller inspiriert, auch Filmemacher der
unterschiedlichsten Genres haben auf sie zurückgegriffen. Eine
Auswahl von insgesamt sieben Filmen ermöglicht eine filmische
Reise durch eine Welt der Küsten und Meere an vier Tagen. Wir
bedanken uns für die Unterstützung durch das Ökomedia
Institut in Freiburg.
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Ökomedia Institut, Freiburg |