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Der Kopf des
Mohren
Regie: Paulus Manker

»Irgendwann liegt Georg, der Wissenschaftler, in der Badewanne.
Vor ihm treibt ein gelbes Plastikentchen im Wasser. Und wenn er
hochblickt, wäscht sich seine Gattin das Gesicht, und von ihren
Händen rinnt das Blut in dicken Fäden. Georg wird verrückt. Das
und nicht weniger ist die Geschichte von DER KOPF DES MOHREN, dem
dritten Spielfilm von Paulus Manker, der sich als
Schauspieler und Regisseur vor allem am Wiener Burgtheater einen
Namen machte. Aus dem rationalen Karrieremenschen, gespielt vom
Burgschauspieler Gert Voss, wird langsam ein von
Erscheinungen geplagter Gefühlsmensch, der allein von seinen
Wahnvorstellungen und Ängsten getrieben wird. Umgeben von
Radiomeldungen, Straßenlärm und dem eindringlichen Knirschen des
morgendlichen Toastbrotes steigert sich Georg in den Wahn, die
Welt sei nur darauf ausgerichtet, ihn und seine Familie zu
vergiften.
Jemand anderes mit entsprechend mehr Geld hätte mit dieser
Geschichte vielleicht den BLADE RUNNER zu Ende gedacht. Manker
aber erzielt Bedrohlichkeit gerade dadurch, dass Wien nicht zum
postapokalyptischen Moloch mutiert und er seine Figuren ganz
schlicht Blicke senden und kurz in den Spiegel schauen lässt,
anstatt die Augäpfel aus den Höhlen kullern zu lassen. Fast
allein mit den Bildern erzählt Manker davon, wie es einer
nicht mehr erträgt, so zu sein, wie er bisher war - und deshalb
seinen Kopf ein Stück ver-rückt.« (taz)
Öster. 1995
116', ab 16 J., Regie Paulus Manker Buch Michael
Hanneke
Kamera Walter Kindler Mit Gert Voss, Angela Winkler,
Manuel Löffler, Leni Tanzer, Oana Solomonescu
Fr 4.2.99, 17:00 Uhr + Sa 5.2.99 + So 6.2.99, 18:45 Uhr
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