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08 | So, 04.03.2007
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| Rudolf Rossel und Anna Hildebrand |
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| Über die Chance, fremd zu sein |
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Anna Hildebrand verließ 2001 als 14-jähriges Mädchen
Kasachstan und damit auch die meisten ihrer Freunde und Bekannten. Ihre Schulkarriere
begann in Münster mit der Förderklasse an der Fürstenberg-Hauptschule. Nach dem Realschulabschluss
steht sie nun kurz vor dem Abitur.
Auch Rudolf Rossel ist im Südosten Kasachstans geboren
und aufgewachsen. Er hat das Land noch zu Zeiten der Sowjetunion
verlassen. In seinem ersten Leben war er Fernsehmechaniker und Elektroniker. In Deutschland
entschied er, einen neuen Weg zu gehen. Nach einem Sprachkurs machte er das Abitur nach und
studierte Sozialpädagogik. Zur Zeit arbeitet er als Sozialpädagoge an einer Schule in Münster.
Er ist 1989 nach Deutschland gekommen und wohnt seit 1991 in Münster. Mit seiner Frau, die
aus Polen kommt, hat er eine sechsjährige Tochter und einen eineinhalbjährigen Sohn. Beide
wachsen dreisprachig auf. Die Familie lebt im Südviertel und fühlt sich dort sauwohl.
Rudolf glaubt, dass man, wenn man in ein Land mit anderen Sitten und einer anderen Kultur kommt,
die einmalige Chance bekommt, sich die Frage zu stellen, wer man wirklich ist. Als Fremder wird
man herausgefordert und an die Grenzen getrieben. Was bleibt von einem, wenn die äußere
Schale wegfällt?
Es ist eine Chance mit Nebenwirkungen, aber sie bringt Einen näher an das
Wesentliche: Die Frage nach dem Menschsein, das alle verbindet.
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Hauptfilm
Bahnhof für zwei
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In einem sibirischen Gefangenenlager sitzt Pianist Platon die Strafe seiner Frau ab, für die
er nichts mehr empfindet. Als ihr Besuch angekündigt wird, erinnert er sich an eine Episode
vor seinem Haftantritt, bei der er sich bei einem unfreiwilligen
Aufenthalt auf dem Bahnhof von Sastupinsk in die Kellnerin Vera verliebte.
In der Liebeskomödie bildet die verlotterte Bahnhofsstation
einen Mikrokosmos der Gesellschaft. Noch vor Glasnost und Perestroika entstanden und in Cannes vom
russischen Jurymitglied als "antisowjetisch" bezeichnet,
füllte der Film die Kinosäle der UdSSR.
Mit seinen satirischen Seitenhieben auf "Unregelmäßigkeiten"
wie Schwarzmarkgeschäfte, Versorgungsengpässe, Devisenschiebereien und Schlendrian
hatte der Film den Nerv der Zeit getroffen.
VOKZAL DLYA DVOIKH · UdSSR 1982 · Regie: Eldar
Ryazanov · Drehbuch: Emil Braginsky, Eldar Ryazanov
Kamera: Vadim Alisov · Musik: Andrei Petrov • Mit
Lyudmila Gurchenko (Vera), Oleg Basilashvili (Platon),
Nikita Mikhalkov (Andrej) u.a. · ab 12 J. · 141’
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Das Programm dieses Abends
So, 4. März 2007
18:00 Uhr
Kurzfilm-Porträt "Über die Chance, fremd zu sein"
von Paula Lichte
Publikumsgespräch
mit Anna Hildebrand, Rudolf Rossel und Paula Lichte
Hauptfilm
Bahnhof für zwei
UdSSR 1982, 141 min., russ.OmU
anschließend
Münsteraner Rock von Finish Lapp
dazu
Piraschki, Grenki, Krepl und Kwas

» Faltblatt zum Abend (PDF, 2 Seiten, 1 MB)
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| Links |
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Mehr Informationen
zu den Mitwirkenden dieses Abends
unter: |
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|.. muenster.org/privjet - Das Münsteraner Projekt Privjet
|.. fuerstenbergschule.de - Die Schule, an der Rudolf Rossel als Sozialarbeiter beschäftigt ist
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| Rückblick |
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» Rückblick auf den
Abend mit Anna Hildebrand und Rudolf Rossel
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