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Münster — Globale Stadt
3. August - 26. Oktober 2003
jeweils Sonntag, 18:00 Uhr |
19. Oktober 2003
Sri Lanka
Rückblick auf den Länderabend mit Sriyani
Dissanayake-Dempf |
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Sriyani Dissanayake-Dempf und die Macher ihres Kurzfilmportraits,
Rolf Schnieders und Christine Müh, beim Publikumsgespräch, moderiert von Anna Stern (links)
(Foto: Die Linse). |
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| Sriyani Dissanayake-Dempf aus Sri Lanka stand im Mittelpunkt des 12.
und letzten Abends der interkulturellen Filmreihe "Münster – Globale Stadt". 1967 wurde sie im Hochland Sri Lankas geboren. Nach dem College machte sie an der Küste eine Ausbildung im Hotelfach und lernte dort 1988 ihren zukünftigen Mann kennen, einen deutschen Tropenlandwirt, "der mein Land besser kannte als ich", so Sriyani Dissanayake im Publikumsgespräch. Nach der Heirat zog sie mit ihm nach Münster und führt seitdem gemeinsam mit ihrem Mann das Teegeschäft Tropic am Spiekerhof.
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Sriyani Dissanayake-Dempf zusammen mit ihrem Ehegatten
(Foto: Ralf Emmerich).
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Der Kurzfilm von Rolf Schnieders und Christine Müh zeichnete ein sensibles und liebevolles Portrait der heute
36-Jährigen. Auch wenn sie nun bereits seit 15 Jahren in Münster lebt, erinnern viele Details – Statuen, Wandbehänge, ihre Kleidung – an ihre Heimat. Nicht zuletzt schafft die Religion eine bleibende
Verbindung. Sriyani Dissanayake ist praktizierende Buddhistin, "die einzige in der Familie", sagte sie lachend.
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So wie wir sie kennen gelernt haben: Sriyani Dissanayake-Dempf,
die Protagonistin des Länderabends Sri Lanka (Foto: Die Linse).
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Im anschließenden Publikumsgespräch erzählte sie die Vorgeschichte zu ihrer Heirat. Erst einmal gingen viele Briefe zwischen den Eltern hin und her, "jeder Brief brauchte damals 15 Tage", Fotos wurden verschickt, der zukünftige Schwiegersohn stellte sich vor und schließlich willigte ihre Mutter ein.
Geheiratet wurde dann nach buddhistischem Ritus. Zwar hatte Sriyani Dissanayake davon geträumt, "wegzugehen", doch bereitete ihr in Münster anfangs nicht nur das kalte Wetter eine "Gänsehaut". Auf offener Straße wurde sie mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft, Passanten schauten weg, niemand stand ihr zur Seite. Dieses Erlebnis machte ihr so zu schaffen, dass sie mit ihren beiden kleinen Kindern für einige Monate nach Sri Lanka zurückkehrte.
"Inzwischen habe ich den berühmten Sack Salz mit den Münsteranern gegessen", beurteilt sie ihre Situation heute. Wenn ihr die Familie mehr Zeit lässt, will sie noch eine Ausbildung machen und irgendwann nach Sri Lanka zurückkehren: "Ich möchte gerne für das Land, in dem ich geboren bin, etwas tun."
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Ansturm auf das Büffet im CAFÉ GARBO:
Links im Bild Sriyani Dissanayake-Dempf
(Foto: Die Linse). |
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Der anschließende Spielfilm "Flying with one Wing" von Asoka Handagama hinterließ ein betroffenes Publikum. Gezeigt wurden nicht die Sonnen-, sondern die Schattenseiten des Landes: Eine patriarchale Gesellschaft, die durch ihre festgeschriebenen Rollenvorgaben für Männer und Frauen dem Individuum keine Entwicklungsmöglichkeiten lässt.
Der folgende Ansturm aufs Buffet im Café Garbo war nach den Erfahrungen der 11 vorhergehenden Abende bereits ein bekanntes Bild. Sriyani Dissanayake hatte gemeinsam mit Rolf Schnieders und einer Freundin eine Reihe köstlicher Gerichte zubereitet, darunter Ananas-Curry und Lamm in Teigtaschen. Noch bis spät in die Nacht wurde am gemeinsamen Tisch diskutiert.
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Sriyani Dissanayake-Dempf im
Gespräch mit
Gästen des Länderabends (Foto: Die Linse). |
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