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und am 26.10.
Abschlussabend
mit Kurzfilmrolle

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Münster — Globale Stadt
3. August - 26. Oktober 2003
jeweils Sonntag, 18:00 Uhr

12. Oktober 2003
Brasilien
Rückblick auf den Länderabend mit Vinicíus Soares
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Vinicíus Soares und die Macherin seines Kurzfilmportraits, Christine Müh,
beim Publikumsgespräch, moderiert von Anna Stern (links)
(Foto: Ralf Emmerich).
Der 11. Abend der interkulturellen Filmreihe "Münster – Globale Stadt" gehörte Vinicíus Soares aus Brasilien. Er kam 1992 mit 22 Jahren nach Deutschland, studierte in Münster Volkskunde und arbeitet inzwischen als Sambatänzer und –lehrer.

Der Kurzfilm von Christine Müh portraitierte den heute 33-Jährigen im Wortsinn. Denn neben einigen Tanzaufnahmen war das Gesicht von Vinicíus Soares das Zentrum des Films. In wenigen Sätzen skizzierte er seine Biographie, die 1970 in Rio de Janeiro begann.
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Vinicíus Soares im Gespräch mit Christine Müh
(Foto: Ralf Emmerich).
In der anschließenden Diskussionsrunde erzählte er, warum er sich in Brasilien nie wirklich zu Hause gefühlt habe: "Zu heiß und zu wenig Austausch mit anderen Kulturen." An Europa, das so groß wie Brasilien ist, faszinieren ihn die vielen Sprachen und Kulturen, die auf engem Raum miteinander leben. Soares hatte im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten der Reihe die Möglichkeit, seine Reise nach Deutschland gut vorzubereiten. Schon als Jugendlicher in Rio arbeitete er als Reiseleiter, lernte dabei Deutsch und sparte genug Geld, um ein Jahr in Europa zu verbringen. Die persönlichen Kontakte, die er im Unterricht knüpfte, halfen ihm, in Deutschland schnell Fuß zu fassen. "Ich passe sehr gut hierher. Man muss hier klar und sachlich denken, das ist auch ein Teil von mir", erklärte er dem Publikum. 
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Ansturm auf die Caipirinha-Bar im Foyer
des CINEMA (Foto: Die Linse).
In Münster hat sich Vinicíus Soares einen multikulturellen Freundeskreis aufgebaut. Auch seine Familie spiegelt diese Internationalität wider: Seine Frau stammt aus der Ukraine, sein Sohn lernt neben portugiesisch und deutsch deshalb auch russisch. Einen Teil seiner brasilianischen Wurzeln, den Sambatanz, hat Vinicíus Soares nun zu seiner Profession gemacht, auch wenn er nicht gedacht hätte, "dass der Tanz mein Brot werden würde". Eine Kostprobe seines Könnens gab er nach seinem Wunschfilm "Central Station" auf der Bühne des großen Saales.

"Central Station" von Walter Salles erzählt die Geschichte von Josué, einem Halbwaisen und Dora, einer alternden Frau, die in Rio's Hauptbahnhof Briefe für Analphabeten schreibt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Josués Vater. Den Film wählte Vinicíus Soares, weil er neben beeindruckenden Landschaftsaufnahmen viel "vom Innersten der Menschen in Brasilien" zeige. 

Nach dem filmischen Teil des Abends gab es im CAFÉ GARBO einen Ansturm auf Caipirinha und Fingerfood, musikalisch begleitet von der brasilianischen Sängerin Celi Marron.

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Die brasilianische Sängerin Celi Marron sorgte für das passende
musikalische Ambiente; oben rechts gemeinsam mit
Vinicíus Soares im Tanzkostüm
(Fotos: Die Linse).