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In seinem vierstündigen dokumentarischen Epos portraitiert Johan
van der Keuken seine Heimatstadt Amsterdam und ihre
Einwohner. Auf einer Labyrinth ähnlichen Reise gleitet seine
Kamera gelassen durch die Kanäle der Stadt, durch die Straßen
und über die öffentlichen Plätze. Unterwegs trifft er
alteingesessene und zugezogene Amsterdamer, verschiedene
Einwohner aus allen Ecken der Welt, und unternimmt mit ihnen
"eine Reise um die Welt in seiner eigenen
Heimatstadt". Der Held in "Amsterdam Globale Village"
ist Khalid, ein junger marokkanischer Mopedkurier, der den
Zuschauer auf seine Fahrten durch die Stadt mit seiner
wertvollen Ladung von Filmen und Photographien mitnimmt.
Entsprechend dem Umstand, dass Amsterdam ein
"Weltdorf" ist, spielt auch der Film zum großen Teil
in der Welt, denn Johan von Keuken verfolgt mehrere Spuren bis
zu ihrem Ursprung zurück, der von der Stadt weit entfernt
liegt. Er folgt dem tschetschenischen Geschäftsmann Borz-Ali in
das Nachkriegs-Grosny. Er begleitet Roberto in das Dorf seiner
Kindheit in Bolivien, wo dieser seine Mutter besucht, die ihn
längst tot geglaubt hatte. Eine jüdische Frau und ihr Sohn
besuchen das Haus, in dem sie ihn nach schmerzhafter,
dreijähriger Trennung nach dem Krieg wiederfand.
"Amsterdam Global Village" ist daneben auch eine
musikalische Reise, von DJ 100% Isis und ihrer House
Music bis zu einer ghanesischen Trauerfeier und zu Riccardo
Chailly im Concertgebouw.
Johan van der Keuken hat große, globale Themen mit sehr
persönlichen Geschichten verbunden und so ein schönes und
buntes Mosaik geschaffen. Es ist ein liebevolles Portrait der
Stadt Amsterdam, die seit vielen Jahrhunderten so vielen
Unterschlupf gewährt und dabei den Charme eines Dorfes
beibehalten hat.

»Eine aufregende Erfahrung, etwa so wie eine filmische
Fieberphantasie«
(de Volkskrant)
»Amsterdam steht bei Van der Keuken für eine
multikulturelle Gesellschaft, die durch Menschen und Gebräuche
vernetzt ist mit dem Rest der Welt. Van der Keuken ist immer auf
der Suche nach einem Weg weg vom Obligatorischen und hin zu
einer Frage, die den Bildern Sinn und Inhalt verleiht. Und den
findet er auch: wer diesen Film sieht, wird Amsterdam niemals
mehr so sehen wie vorher.« (NRC Handelsblad)
AMSTERDAM
GLOBAL VILLAGE · Niederlande 1996 · Regie,
Buch und Kamera Johan van der Keuken · Schnitt Johan
van der Keuken, Barbara Hin · Musik Noshka van der Lely
· ab 12 J. · niederl. OmeU · 245'
Di 9. September + Mi 10. September
2003
jeweils 19:00 Uhr
Wir zeigen den Film im niederländischen Original
mit englischen Untertiteln! |