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Münster — Globale Stadt
3. August - 26. Oktober 2003
jeweils Sonntag, 18:00 Uhr |
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7. September
Russland
Präsentiert von Tatjana
Erfurt
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Tatjana Erfurt wurde 1979 in einer sibirischen Industriestadt
geboren. 13 Jahre später zog sie nach Thüringen, erst in ein
Dorf im Thüringer Wald, anschließend nach Weimar. Im Winter
2002 begann sie ihr Slawistikstudium an der Universität
Münster. Obwohl sie sich hier wohlfühlt, wird ihr wohl bald
ein erneuter Ortswechsel bevorstehen; wenn der Studiengang
Slawistik geschlossen wird.
Wunschfilm von Tatjana Erfurt ist der Film
"SCHWARZE AUGEN" von Nikita Michalkow.
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Hauptprogramm
OCI CIORNIE
Schwarze Augen (1987)
Regie: Nikita Michalkow

In "Schwarze Augen" erzählt der italienische
Herzensbrecher Romano aus seinem bewegten Leben. Er ist mit
einer Frau verheiratet, die ihn aufrichtig liebt – er hingegen
heiratete wegen des Geldes und betrügt seine Frau immer wieder.
Eines Tages kommt es zur einer Auseinandersetzung der beiden,
die Romano's Flucht in ein Heilbad zur Folge hat.
Dort lernt er Anna kennen, eine schüchterne, hübsche junge
Russin, die zwar bald seinen Verführungskünsten erliegt, dann
aber überstürzt abreist.
Unsterblich verliebt beschließt Romano ihr zu folgen. Er spürt
sie in ihrem Heimatort auf und gesteht ihr seine Liebe. Sie
verspricht ihren Mann zu verlassen – jedoch nur, wenn Romano
seiner Frau gegenüber die Wahrheit offenbart.
Als dieser wieder zu Hause angekommen ist, stellt ihn seine Frau
zur Rede. Wieder einmal streitet Romano alles ab, er verleugnet
Anna und seine Liebe zu ihr.
»Ein alternder Römer, eine junge Russin. Er verliebt sich, das
öffnet ihm die Augen, die Ohren, die Seele. Uns Zuschauern
geht's ähnlich - das liegt daran, dass Michalkow noch eine
zweite Affäre inszeniert: zwischen Kamera und Publikum. Auch
diese Liebe steckt voller Wehmut, denn im Grunde macht Michalkow
eine Art von Kino, die es gar nicht mehr gibt: verschwenderisch
und geduldig, voller Leidenschaft fürs Überflüssige, voller
Lust auf Nebensachen und Zwischentöne.« (Claudius Seidl, Die
Zeit)
OCI CIORNIE
· Italien 1987 · Regie Nikita Michalkow · Buch
Alexander Adabaschjan, Nikita Michalkow und Suso Cecchi d'Amico
· Kamera Franco di Giacomo · Musik Francis Lai
· Mit Marcello Mastroianni, Silvana Mangano, Elena
Sofonova, Marthe Keller, Vsevolod Larionov, Pina Cei,
Innochentij Smortunovskj, Wsewolod Larionow · dF · 118'
Auszeichnungen:
CANNES 1987 - Goldene Palme für Marcello Mastroianni als bester
Hauptdarsteller
Weitere Infos zum Film:
> IMDb
Wir zeigen die deutsche Fassung!
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Vorprogramm
Filmportrait Tatjana Erfurt
Von Jan Andreas Enste & María Cristina Rosales
Vor dem Hauptfilm zeigen wir als Kurzfilmpremiere das
Filmportrait von Tatjana Erfurt mit den Filmemachern Jan Andreas
Enste und María Cristina Rosales.

Jan Andreas Enste, María Cristina Rosales und Gunar Peters
beim Dreh des Kurzfilmportraits.
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Rahmenprogramm
Russland im Cinema / Garbo
Im Anschluss an den Filmabend laden wir zu Gespräch,
kulinarischen Kleinigkeiten aus Russland und Live-Musik. |
Wissenswertes
Über Russland
Auch Russland, das einstige Kernland der Sowjetunion, konnte
den Wogen des nationalen Aufbegehrens nicht widerstehen, die in
den 80-er Jahren durch die Sowjetunion gingen. Seit 1985
vollzogen sich dort Veränderungen von welthistorischer
Bedeutung. Michail Gorbatschow wurde 1985 vom Politbüro zum
Generalsekretär der KPdSU bestimmt. Er leitete Reformen ein,
die das System effizienter machen sollten. Unter den
Schlagwörtern "Perestrojka" (Umbau) und
"Glasnost" (Transparenz) entwickelte sich eine
demokratische Bewegung, die an Eigendynamik gewann und
weitreichende Konsequenzen mit sich brachte, so dass
schließlich auch die KPdSU ihren unangreifbaren Status
verlor.
Aufgrund der heftigen Ausmaße der Bewegung nahm Gorbatschow
Abstand von seinen eigenen Reformen und näherte sich
konservativen Kräften. Die demokratische Bewegung gewann aber
immer mehr an Einfluss. |
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World
Factbook 2002 |
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1991 wurde schließlich die
Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gegründet. Die
ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien, Aserbaidschan,
Kasachstan, Kirgisien, Moldova, Russland, Tadschikistan,
Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan und Weißrussland bildeten
eine Staatengemeinschaft, die das Ende der UdSSR
bedeutete.
Russland ist ein riesiges Land, mit etwa 17 Millionen km². Den
Großteil der Bevölkerung stellen mit über 80 % die Russen
dar. Dennoch ist das Land ein Vielvölkerstaat, in dem Tataren,
Ukrainer, Tschuwaschen, Bschkiren, Weißrussen und Mordwinen
leben. Russland hat keine Staatsreligion. Ca. 16 % der Einwohner
sind Russisch-Orthodox, daneben gibt es in geringerer Anzahl
Muslime, Protestanten, Juden und Katholiken. Die meisten Bürger
Russlands sind jedoch bekenntnislos. |
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