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Münster — Globale Stadt
3. August - 26. Oktober 2003
jeweils Sonntag, 18:00 Uhr |
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24. August 2003
Südafrika
Präsentiert von Sindiswa
Postulart
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Sindiswa Postulart (geb. Souls) wurde 1972 in Graaff-Reinet,
Südafrika, geboren. Mit 12 Jahren zog sie nach Windhoek,
Namibia. Dort erwarb sie nach der Schule ein Wirtschaftsdiplom
und arbeitete einige Jahre als Chefsekretärin und
Schauspielerin, bevor sie 1998 nach Südafrika
zurückkehrte.
Im Jahr 2000 lernte sie auf einer Deutschlandreise ihren
zukünftigen Mann kennen. Um dessen Kultur besser kennen zu
lernen, verließ sie zwei Jahre später ihr Heimatland und zog
nach Münster.
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Deutschland Premiere!
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Sindiswa Postulart wünschte sich zwei Kurzfilme, die bislang
in Deutschland noch nicht gezeigt wurden: "J.G.
Strijdom is very, very dead" von Pule Diphare und
"LADY WAS A MASHOZA" von Nokuthula Mazibuko.
Beide Filme entstanden im Rahmen des "Close Encounters
Documentary Film Laboratory", einer Einrichtung, die seit
1999 Debütanten die Chance gibt, in Zusammenarbeit mit
erfahrenen Filmemachern ihre dokumentarischen Erstlingswerke zu
produzieren und diese im südafrikanischen Fernsehsender e.tv
auszustrahlen:
> Encounters – South African International
Documentary Festival
Wir zeigen beide Filme im Original mit englischen
Untertiteln!
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Hauptprogramm
J.G. Strijdom is very, very dead (1999)
Regie: Pule Diphare |
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Im Herzen der Verwaltungsmetropole
des neuen Südafrika trohnt ein Monument des alten
Apartheidregimes: Die imposante Bronzebüste JG Strijdoms. Der
Hauptplatz von Pretoria, einst Domäne weißer Macht und
Unterdrückung, ist heutzutage kommerzielles Zentrum der Stadt.
Filmemacher Pule Dipare geht der Frage nach, ob die
gigantische Statue nicht abgerissen werden sollte. In seiner
Meditation über einen Tag im Leben des Hauptplatzes mit seiner
hässlichen Geschichte und Architektur reflektiert er die
widersprüchlichen Gefühle derer, die im Schatten von JG
Strijdoms Statue leben und arbeiten.
J.G.
STRIJDOM IS VERY, VERY DEAD · Südafrika
1999 · Regie Pule Diphare · Kamera Clifford
Bestall · Beta Sp · Omeu · 26'
Auszeichnungen:
> 2. Preis des South African National Television Awards, 2000 |
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Lady was a Mashoza (1999)
Regie: Nokuthula Mazibuko
"Mashozas" sind die Frauen, die einst die
gefährlichen "Mapantsulas" liebten – die teuer
gekleideten Gangster der Townships. Heute sind die Ladies, die
in den 70er Jahren einen extravaganten Lebensstil pflegten, in
ihren Vierzigern und ziehen Kinder groß.
Nokuthula Mazibuko folgt fünf dieser Frauen bei ihrem
Rückblick in die Zeit der eigenen wilden Jugend als die
schwarze Subkultur ihrer Missachtung der Autorität dadurch
Ausdruck verlieh, dass sie bis spät nachts trank, frivol tanzte
und ausgefallene Kleidung trug.
LADY
WAS A MASHOZA · Südafrika
1999
· Regie Nokuthula Mazibuko · Beta SP · Omeu
· 26'
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Vorprogramm
Filmportrait Sindiswa Postulart
Von Franjo Hülck
Vor dem Hauptfilm zeigen wir als Kurzfilmpremiere das
Filmportrait von Sindiswa Postulart mit Filmemacher Franjo
Hülck.

Franjo Hülck beim Dreh im Grünen mit Sindiswa Postulart.
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Rahmenprogramm
Südafrika im Cinema / Garbo
Im Anschluss an den Filmabend laden wir zu Gespräch,
Leckereien und Live-Musik, mit Sindiswa Postulart und Alex Gomez
aus Nigeria, ins Café Garbo. |
Wissenswertes
Über Südafrika
Seitdem 1991 alle wesentlichen Gesetze der Apartheidpolitik
aufgehoben und die Alleinherrschaft der weißen Bevölkerung
beendet wurde befindet sich das Land im Umbruch. Die Wunden der
Vergangenheit sind noch spürbar, aber das Land hat gute
Prognosen, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht.
Heute setzt sich die Bevölkerung hauptsächlich aus vier
Gruppen zusammen, die sich neben der Herkunft und Hautfarbe, der
Sprache und Kultur durch die gesellschaftliche Stellung und
politische Einflussnahme unterscheiden: Weiße (v.a. burischer
oder englischer Herkunft), Mischlinge, Asiaten und Schwarze. Die
Schwarzen, die sich aus zahlreichen Stämmen mit verwandten
Sprachen, aber verschiedenen Kulturen zusammensetzen, bilden
über 75% der südafrikanischen Bevölkerung. |
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World
Factbook 2002
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| Natürlich war es die Apartheid, die die
Gesellschaftsstruktur der südafrikanischen Bevölkerung
prägte. Erst 1990 gelang es, durch die Freilassung Mandelas und
der Aufhebung des Verbots gegen die schwarze
Befreiungsorganisation ANC, eine friedliche Aufhebung der
Apartheid überhaupt möglich zu machen.
1993: Alleinherrschaft der weißen Bevölkerung endet.
1994: Erste freie Wahlen finden statt. Mandela wird
Staatspräsident.
1997: Eine neue Verfassung tritt in Kraft.
1999: Mandela tritt ab. Neuer Staatspräsident wird Thabo Mbeki.
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