| Was ist Heimat? Für wen ist wo Heimat? Nicht erst seit KURZ UND
SCHMERZLOS gibt es deutsche Filme von Filmemacher/innen
türkischer Herkunft. Nicht erst seit YASEMIN ist diese Frage
Thema deutscher Filme.
Wir wollen Filme präsentieren, die sich vor allem mit der „doppelten
Heimatlosigkeit“ beschäftigen: Hier geboren als ausländischer
Mitbürger (gleichbedeutend mit „geduldet, ohne gleiche Rechte“),
dort der ursprünglichen Heimat oder der Heimat der Eltern
entfremdet. Gerade bei hier geborenen Menschen ausländischer
Eltern ist die Diskriminierung besonders krass.
Die Diskussion um doppelte Staatsbürgerschaft und
Gleichstellung der Betroffenen wird zum ideologischen Streit um
längst überwunden geglaubte Blutsrechte, der mit allen noch so
verleumderischen Bandagen vor allem gegen unsere Mitbürger
türkischer Herkunft gekämpft wird. Die viel gepriesene Toleranz
bedeutet eben nicht Akzeptanz.
Beginnend mit älteren Filmen zeigen wir in den folgenden
Wochen Filme zu diesem Thema. |