1972 |
Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Dienstag, 30. April 2002 — 18:00 Uhr (!)
Mittwoch, 1. Mai 2002 — 23:00 Uhr
Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant
(Margit Carstensen) lebt in einem opulent eingerichteten
Wohn-Atelier, zusammen mit ihrer Assistentin und Dienerin
Marlene (Irm Hermann), die wortlos alle Befehle ausführt und
alle Launen über sich ergehen läßt. Aus erster Ehe hat sie
eine Tochter (Eva Mattes), von ihrem zweiten Mann ist sie
geschieden. Petra verliebt sich in die gut zehn Jahre jüngere
Karin (Hanna Schygulla), und sie will sie ganz für sich
haben.
Karin möchte zwar die vermögende Petra
ausnutzen, aber auch ihre eigene Unabhängigkeit bewahren. Als
ihr Mann, der in Australien war, sich überraschend meldet,
kehrt sie zu ihm zurück. Petra verzweifelt. Allmählich beginnt
sie zu verstehen: “Ich habe Karin gar nicht geliebt, ich habe
sie nur besitzen wollen.” Sie bietet ihrer Sekretärin
Marlene, die sie bisher wie einen Gegenstand behandelt hat,
Zusammenarbeit, Freiheit, Spaß an. Doch Marlene packt wortlos
ihren Koffer und geht.
"Fassbinders Kritik an den
Geschlechterrollen und Zweierbeziehungen ist radikal, aber indem
er die Person, die die Kritik formuliert, als falsch und
verlogen darstellt, vermeidet er, daß der Film wie eine
Heilsbotschaft wirkt. Seine Kritik wird um so fundamentaler, als
Fassbinders Sprachrohr im Film selbst dem kritisierten
Rollenmuster unterliegt."
(aus C. Braad Thomson: RWF)
D 1972 ·
Drehbuch und Regie R.W. Fassbinder · Kamera
Michael Ballhaus · Mit Margit Carstensen, Hanna
Schygulla, Irm Hermann, Eva Mattes, Katrin Schaake, Gisela
Fackeldey· 124’ · Farbe · ab 16
» DIE
BITTEREN TRÄNEN... bei der Fassbinder Foundation
» DIE
BITTEREN TRÄNEN... in Internet Movie Database
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