1975/1976 |
Satansbraten

Dienstag, 14. Mai 2002 —
ca. 18:45 Uhr
Mittwoch, 15. Mai 2002 — ca. 22:45 Uhr
Der Dichter Walter Kranz (Kurt Raab) befindet
sich in einer totalen Schaffenskrise: Ihm fällt nichts mehr
ein. Geblieben sind Schulden, eine keifende Ehefrau (Helen Vita)
und ein debiler Bruder (Volker Spengler), der tote Fliegen
sammelt. Doch nachdem Kranz seine reiche Geliebte hingemeuchelt
hat, fließt die dichterische Ader wieder, nur erweist sich sein
Werk als Plagiat eines Stefan- George-Gedichtes. Da steigert
sich Kranz in den Wahn, selber George zu sein. Die Ersparnisse
einer glühenden Verehrerin (Margit Carstensen) erlauben es ihm,
junge Schauspieler zu engagieren, die gegen Bezahlung den
bewundernden Kreis von Jüngern abgeben.
Auch ein Versuch, als Homosexueller zu reüssieren,
gehört zu Kranz' Kreativ-Übungen. Aber dann ist das Geld
ausgegeben, auch das, welches er seinen Eltern geklaut und einer
Prostituierten abgepresst hat. Die „Jünger“ machen sich
davon. Kranz wird nun völlig größenwahnsinnig. Faschistische
Ideen überkommen ihn. Das Chaos im Tollhaus ist nicht mehr zu
bändigen. Kranz fertigt einen großartigen Roman, wird
verprügelt, dann auch noch erschossen, aber schließlich
erstehen alle Leichen fröhlich wieder auf.
D
1975/1976 ·
Drehbuch und Regie R.W. Fassbinder · Kamera
Jürgen Jürges, Michael Ballhaus · Mit Kurt Raab,
Margit Carstensen, Helen Vita, Volker Spengler, Ulli Lommel,
Katharina Buchhammer, Ingrid Caven, Marquard Bohm, Y Sa Lo · 112’ · Farbe · ab
18
» SATANSBRATEN
bei der Fassbinder Foundation
» SATANSBRATEN
in Internet Movie Database
|