Mi 2. März 2005 — 18 Uhr
So 6. März 2005 — 12 Uhr
Sie sind Farmer oder Arbeiter im heutigen Südafrika. Am
Wochenende, wenn sie das Saturday Night Fever packt, streifen sie
ihre schmutzigen Overalls ab und schlüpfen in die feinsten
Klamotten. In gestylten Outfits präsentieren sie sich in
Johannesburg auf einer Modenschau für Männer.
Die "Swenkas", so nennen sich diese
Verwandlungskünstler, zelebrieren stolz diesen Kult. Mit edlen
Designer-Anzügen von Pierre Cardin oder Carducci, schicken
Seidenhemden und Krawatten, blank geputzten Lackschuhen und
eleganten Hüten posieren sie vor einer Jury, die nicht nur ihre
Garderobe, sondern auch die Performance bewertet.
Swanken bedeutet weitaus mehr, als nur teure Designer-Kleidung
zu tragen, sondern ist zugleich eine Lebenshaltung und ein Stil.
Untrennbar damit verknüpft ist die Kunst der Freizeit-Dressmen,
sich mit tänzerischen Schritten und viel Gespür für Musik und
Rhythmus geschmeidig und fließend auf der Bühne bewegen. Dem
Gewinner dieser Show winken Geldpreise und zu bestimmten Anlässen
wie Weihnachten darf er sogar eine Ziege oder Kuh mit nach Hause
nehmen. Woher dieser rituelle Wettbewerb stammt und wie lange er
schon existiert, weiß niemand so genau. Und wie so viele
Traditionen aus der alten Welt, ist nicht vorher zu sehen, wie
lange sie noch existieren.
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Dänemark 2004 · Regie Jeppe Rønde · Drehbuch
Jeppe Rønde, Kim Leona · Kamera Lars Skree DFF,
Sebastian Vinterø DFF, Nic Hofmeyr · Schnitt
Olivier Bugge Coutté · Ton Rune Palving · Musik
Poul Kristian · OmU · 72' |
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