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Das Kino- und Opernereignis besonderer: — wegen der
großen Nachfrage und der begeisterten Reaktionen wiederholen wir
den RING DES NIBELUNGEN erneut ab So 2. Juli. Dank digitaler Technik wird
dann der komplette Ring erneut zu sehen sein - an vier
aufeinanderfolgenden Sonntagen
jeweils um 11 Uhr.
Jetzt im Vorverkauf an der
CINEMA-Kasse:
Einzelkarte
10 € / 8 € erm.
Inkl. Pausensekt- oder -selters!
Bayreuther Festspiele 1976. Zum 100. Jubiläum der
Uraufführung präsentieren Pierre Boulez und Patrice
Chéreau ihre Vision von Wagners RING DES
NIBELUNGEN.
Doch die Premiere dieses "Jahrhundert-Rings" animiert
große Teile des Publikums zu Protestaktionen und Trillerpfeifen-
Konzerten im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Es kommt zu
Schlägereien, es werden Flugblätter verteilt und
Unterschriftenlisten gegen die Inszenierung ausgelegt.
Konservative Kritiker sehen Wagners Ring gar in den Händen eines
linken Revoluzzers. Doch die Zeit arbeitet für Chéreau. 1980,
nach den letzten Aufführungen in Bayreuth, ist der Zorn
begeisterter Zustimmung gewichen, zum Teil sogar kritiklosem
Fanatismus: Mit einem — selbst für Bayreuther Verhältnisse —
überschwänglichen Applaus von neunzig Minuten Länge und der
beeindruckenden Zahl von 101 Vorhängen wird die Inszenierung
verabschiedet. Ein Mythos war geboren.
1980 zog auch die Firma Unitel und der Bayerische Rundfunk ins
Festspielhaus ein um innerhalb von 14 Tagen den "Ring"
von Chéreau zu filmen (nur die "Götterdämmerung"
wurde bereits 1979 aufgezeichnet). Dank seiner sensiblen Bildregie
gelang es Brian Large, die Stärken der bereits filmischen
Inszenierung Patrice Chéreaus deutlich herauszustellen. |