Mi 29. Juni 2005 — 18 Uhr
So 3. Juli 2005 — 13 Uhr
Mi 6. Juli 2005 — 18 Uhr
Auf den ersten Blick scheint alles aufzugehen: Eine
Kindertagesstätte und ein Altersheim unter einem Dach — in der
Schönegg in Bern ist eine Utopie Alltag geworden. Diese Menschen
haben Zeit, viel Zeit, auch füreinander. Auf den zweiten Blick
spürt man das Ringen um Würde. Dies macht die filmische
Begegnung mit diesen ausgegrenzten Menschen so berührend - erst
recht dort, wo alles Bemühen scheitert und gesellschaftliche
Ohnmacht zum Vorschein kommt. Es bleibt die Frage nach dem Wert
des Lebens, dem Wert eines Kinderlachens oder alter Hände, müde
wie ein Herbstblatt.
Das Zusammenleben von alt und jung in der Schönegg ist nicht
bloß ein sozialpolitisches Experiment: in "Que sera?"
wird es zur poetischen Metapher für Tod und Wiedergeburt. Doch
der Film beschönigt nichts. Er kann diesen alten Menschen ihre
Jugend nicht zurückgeben, aber er kommt ihnen sehr nahe und gibt
ihnen so ihre Würde zurück. Er zeigt uns Frau Fischer, Herrn
Zürcher, Frau Suter und andere: ihre menschliche Wärme, seine
Gebrechlichkeit, ihren entwaffnenden Humor Der Respekt vor jedem
dieser alten Menschen führt uns zum eigenen Respekt vor dem Alter
und zum Bewusstsein, was auch auf uns zukommt.
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D 2004 · Regie, Buch und Kamera
Dieter Fahrer· schweiz.OmU · 91' |
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