Mo 28. September 2005 — 18 Uhr
So 2. Oktober 2005 — 13 Uhr
Menschen und Landschaft, Erzählungen und Lebensgeschichten
in bester 'koeppscher' Manier — manchmal skurril, bisweilen
melancholisch und immer mit Gespür für das Nicht-Gesagte.
Alte Dörfer, weite Felder, Baumalleen, Wälder, die Ostsee,
der hohe Himmel: Pommern. Pomorze 'Land am Meer' — so nannten
die frühen slawischen Siedler diese Gegend. Im Hinterland
Moränen, dazwischen eingestreut malerisch sich verzweigende
Seenlandschaften und Urstromtäler. Weite Kornfelder und
Kartoffeläcker, zerteilt von schönen, ausgedehnte Alleen, die
bis zum Horizont reichen, ein Landstrich, der eigentlich
Gelassenheit und Ruhe ausstrahlt.
Das östlich der Oder gelegene Hinterpommern mit dieser Gegend
um Stolp/Slupsk gehört seit 1945 zu Polen. Geschichte von Kriegen
und Teilungen: Heere aus Schweden, Russland, Frankreich.
Pommersche Herzöge, Brandenburgische Erbfolge, Preußische
Provinz...
Im Mai 2004 — wenige Tage nach dem Beitritt Polens zur
europäischen Union — beginnt die Filmreise von Volker Koepp und
seinem Kameramann Thomas Plenert in diese Region, die seit
jeher von der Landwirtschaft lebte. Nach den politischen
Veränderungen der letzten Jahre und dem Zusammenbruch der
Staatsgüter hat die hohe Arbeitslosenzahl von bis zu 75% die
Familien hart getroffen. Die Menschen finden in diesem dünn
besiedelten Landstrich nur noch selten Arbeit und vor allem die
Jungen ziehen fort. Aber es gibt auch idealistische Neuanfänge:
Ein junges polnisches Ehepaar versucht die brachliegende
Landwirtschaft auf einem der alten Güter mit Hilfe von EU-Geldern
wiederzubeleben und beschäftigt sich mit der Geschichte und der
deutschen Vergangenheit an diesem Ort. Aus der Uckermark besucht
sie auch der 90jährige Adolf-Heinrich von Arnim, der seine
Kindheit und Jugend auf einem der Güter in Hinterpommern
verbrachte...
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D 2005 · Regie und Drehbuch
Volker Koepp · Kamera Thomas Plenert · teilw. poln.
OmU ·
90' |
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