Mi 30. März 2005 — 18 Uhr
So 3. April 2005 — 12 Uhr
Am 17. Juli 1936 begann unter der Führung des obersten
Befehlshabers der spanischen Armee Francisco Franco Bahamonde ein
konservativer Militäraufstand gegen die kurz zuvor gewählte
Volksfrontregierung Spaniens. Der Aufstand war vor allem ein
Militärputsch, wurde aber auch von zivilen Gruppen (spanischem
Klerus, Adel, Royalisten und großen Teilen der Bourgeoisie) und
der faschistischen Bewegung Falange getragen. Die Aufständischen
stützten sich, neben Teilen des spanischen Militärs auf der
iberischen Halbinsel, auf die spanischen Kolonialtruppen in
Nordafrika, einem Heer marokkanischer Söldner. Die
Aufständischen errangen bald die Kontrolle über die großen
Städte; sie scheiterten jedoch in Madrid und Barcelona. Ein Krieg
hatte begonnen, der erst 1939 endete.
Anhand von nie gezeigten Amateurfilmaufnahmen,
unveröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen und Briefen hat der
ungarische Filmemacher Péter Forgács die erschütternde Collage
eines Bürgerkrieges geschaffen. 60 Jahre alte Dokumente, die
nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Mosaiksteine aus
persönlichen Eindrücke, privaten Umständen und unmittelbaren
Emotionen fügen sich zu einem Gesamtbild einer menschlichen
Katastrophe. Geschichte aus Geschichten.
|
|
|

Niederlande 2004 · Regie
Péter Forgács · OmU · 84' |
|