Do 1. Februar 2007 — 18:00
So 4. Februar 2007 — 13:30
Porträt des Städtchens Mauthausen, idyllisch an der Donau
in Oberösterreich gelegen, gleichzeitig weltweit bekannt als Ort
eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers.
Wenn die Geschichten über das Unaussprechliche schon
tausendfach erzählt worden sind, wenn die Bilder des
Unvorstellbaren schon tausendfach gezeigt worden sind, wenn die
Aufmerksamkeit für das Thema schwindet – wo soll man mit der
Auseinandersetzung anfangen? Am besten wieder von vorn! Und genau
das macht dieser Film.
An den Ufern der Donau liegt das pittoreske Dörfchen
Mauthausen. Nur zwei Kilometer von seinem historischen Zentrum
entfernt befindet sich ein Ort, an dem Tausende Menschen aus über
30 Nationen gefoltert und ermordet wurden. Dort befindet sich ein
Gelände, das früher ein Konzentrationslager war.
Touristenführer gehen hier jeden Tag zur Arbeit, während die Mauthausener
Einwohner versuchen, in der unmittelbaren Nähe einen ganz
gewöhnlichen Alltag zu leben.
Der Regisseur Rex Bloomstein besucht die heutige
Gedenkstätte, zeigt die Angestellten, die in ihren Führungen die
Geschichte des Lagers vermitteln, die Touristen, die den Ort
aufsuchen und die Bewohner, die im Schatten des ehemaligen KZs ein
normales Leben zu führen versuchen. Ein Ort voller Widersprüche.
Ohne die üblichen dramaturgischen Zuspitzungen, ohne
Archivmaterial und ohne die Berichte von überlebenden Opfern
versucht dieser stille und radikale Dokumentarfilm dem Grauen der
Vergangenheit nachzuspüren und gleichzeitig zu zeigen, wie die
Gegenwart damit umgeht.
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KZ ·
Großbritannien 2005 · Regie und Drehbuch Rex
Bloomestein · ab 12 J. · dt./engl.OmU · 88' · digitale Projektion |
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