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Klassik im Kino
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Richard Wagner
Tannhäuser

So 4. März 2007 · 11 Uhr

Romantische Oper in 3 Aufzügen
Musik & Libretto von Richard Wagner
Bayreuther Festspiele 1978

 

1972 gab Götz Friedrich mit dieser Tannhäuser- Inszenierung sein Bayreuther Debüt, John Neumeier schaffte mit seiner Choreographie des Bacchanals den internationalen Durchbruch. Friedrichs Tannhäuser ist als Minnesänger ein künstlerischer Individualist — missverstanden von den Zeitgenossen wie einst Wagner. 

Die von Sir Colin Davis präzise ausgearbeitete Partitur wird von Spas Wenkoff und Gwyneth Jones hervorragend interpretiert. Die Sopranistin schafft sowohl in der Rolle der Elizabeth als auch als Venus, den Rollen eine psychologisch stimmige, menschliche Dimension zu geben. Wie später als Brünhilde in Chéreaus "Jahrhundert-Ring" verkörpert Jones einen neuen Wagner-Rollentypus — weg von der übermenschlichen Heroine, hin zur dramatischen, gebrochenen Figur. Friedrichs Tannhäuser konzentriert sich vor allem im ersten Akt auf die Präsenz der Stimme, die auf dunkler Bühne den Opernraum ausfüllt – ein Eindruck, der auch in der Filmfassung erhalten bleibt.

 

D 1978 · Regie Götz Friedrich · Musik & Libretto Richard Wagner · Musikalische Leitung Sir Colin Davis · Choreographie des Bacchanals John Neumeier · Chorleitung · Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele · Bildregie Thomas Olofsson · Kamera Ernst Wild · Gesamtleitung Wolfgang Wagner · Mit Hans Sotin (Hermann), Spas Wenkoff (Tannhäuser), Gwyneth Jones (Elizabeth / Venus), Bernd Weikl (Wolfram von Eschenbach), Robert Schunk (Walter von der Vogelweide), Franz Mazura (Biterolf ) · digitale Projektion · 196'

Bildrechte © Unitel / Dt. Grammophon

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