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Klassik im Kino
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Giselle

So 5. März 2006 · 11 Uhr

Gastspiel des American Ballett Theatre, Deutsche Oper Berlin, 1968 | 91 Minuten

"Giselle" ist das große, romantische Handlungsballett schlechthin. Die tragische Geschichte des an Liebesverrat sterbenden Bauernmädchens Giselle liefert den Hintergrund für ein Ballett, das als eines der größten Werke der klassisch-romantischen Tanzkunst französischer Prägung gilt.

Neben "Nussknacker" und "Schwanensee" hat wohl kein anderes Tanztheaterstück in solchem
Ausmaß das Bild des klassischen Balletts geprägt wie dieser Dauerbrenner. Jedes Ballettmädchen träumt davon, einmal Giselle zu sein: lieben, tanzen, betrogen wer den, sterben, um in verzauberter Nacht aus dem Grab auf die berühmte Lichtung herauszutreten. Eine Traumrolle für Primarballerinen.

"Giselle" entstand für den großen Star der Opéra de Paris, Carlotta Grisi. Ihr Tanz inspirierte den Dichter und Kritiker Théophile Gautier zum Szenario. Er las "Deutschland" von Heinrich Heine, aus dem er die tanzbesessenen, rheinischen Feenwesen für sein Libretto übernahm, das er mit Vernoy de Saint-Georges schrieb. Jean Coralli, der Ballettmeister der Pariser Opéra, wird als Choreograph der Premiere genannt, aber Jules Perrot, der Partner und Lehrer der Grisi, schuf ihre Solo-Choreographie. Die Titelrolle erlaubt wie keine andere eine größere Vielfalt des Ausdrucks, von Unbeschwertheit und größtem Pathos, bis zu tiefster Trauer, überirdischer Leichtigkeit und friedlicher Verklärung.

Seit der rauschenden Premiere am 28. Juni 1841 hat "Giselle" viele Wandlungen erlebt und wurde immer wieder aufs neue interpretiert. Wir zeigen die berühmte, klassische Aufführung des American Ballett Theatre in der Choreographie
von David Blair. Die Aufzeichnung entstand bei einem Gastspiel in der Deutschen Oper
Berlin im Jahre 1968. Erleben sie zwei der größten Tänzer des 20. Jahrhunderts in ihren Paradepartien: Carla Fracci in der Titelrolle und Erik Bruhn als unglücklicher Prinz Albrecht.

» Ausführliche Informationen bei klassik-im-kino.de

Bildrechte © Unitel / Dt. Grammophon

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