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Klassik im Kino
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Wolfgang Amadeus Mozart
Die Hochzeit des Figaro

So 3. September 2006 · 11 Uhr

Eine Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle mit den Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Karl Böhm (1976) | 176 Minuten

 

DIE HOCHZEIT DES FIGARO ist das Mittelstück einer Trilogie über das Leben FIGAROS, deren erster Teil DER BARBIER VON SEVILLA ist. Der Form nach ist FIGARO eine Opera buffa mit den seit der Commedia dell’arte bekannten Spannungen zwischen Herren und Dienern. Mozart hat die bei Beaumarchais vorgezeichnete Profilierung der Figuren durch psychologische Pointierung und eine Handlung, die alle sozialen Beziehungen anspricht, vertieft. Der tragische Unterton verleiht der Lustspielhandlung den Ernst und die Leichtigkeit einer subtilen Charakterkomödie.

Die Oper wurde in Wien zunächst neunmal gespielt. Die Prager FIGARO-Begeisterung 1787 verschaffte Mozart dann den Auftrag zum DON GIOVANNI. Es entstanden außergewöhnlich viele deutsche Übertragungen seit der
Prager Aufführung (u.a. von Knigge 1789, Levi 1899, Anheißer 1931, Schünemann 1941 und Dürr 1978).

 

Jean-Pierre Ponelle, der in Salzburg eine gefeierte Figaro-Inszenierung zur Aufführung gebracht hatte, verfilmte im Auftrag des ZDF die Oper 1976 in den Londoner Shepperton Studios.

Er beschloss, hierfür die Möglichkeiten des Mediums zu nutzen und setzte das Geschehen mit einer anderen, äußerst prominenten Besetzung, die so zum ersten Mal zusammen auftreten konnten, und mit dem Einsatz von Rückblende, slow-motion, Rückprojektion und subjektiver Kamera wirkungsvoll in Szene. Dietrich Fischer-Dieskau und Hermann Prey waren zum ersten Mal gemeinsam in einer Inszenierung zu sehen, und dem deutschen Publikum konnte erstmals die neuseeländische Sängerin Kiri Te Kanawa, in England bereits ein Star, vorgestellt werden.

 

D 1975 · Orchester der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Karl Böhm · Inszenierung, Ausstattung und Bildregie Jean-Pierre Ponnelle · Mit Hermann Prey (Figaro), Mirella Freni (Susanna), Dietrich Fischer-Dieskau (Graf Almaviva), Kiri Te Kanawa (Gäfin Almaviva) u. a. · digitale Projektion

Bildrechte © Unitel / Dt. Grammophon

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