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So 7. Mai 2006 · 15 Uhr
Aufzeichnung aus dem Scala di Milano, 1965 | 105 Minuten
Ein großes Stück Operngeschichte wurde hier für alle
Zeiten unauslöschlich festgehalten. Franco Zeffirellis
historische Inszenierung von Puccinis anrührendster Oper.
Die zeitlos schöne Produktion aus der Scala di Milano steht
bis zum heutigen Tag auf den Spielplänen der Wiener
Staatsoper und der Metropolitan Opera New York.
Der Star der Aufzeichnung, Mirella Freni, verkörperte in
den letzten vierzig Jahren, wie keine andere Sopranistin,
das Idealbild der armen Mimi. In dieser unter
Studiobedingungen entstandenen Aufführung bildet sie mit
Gianni Raimondi das perfekte, jugendliche Liebespaar.
Herbert von Karajan sorgt mit dem Scala-Orchester für einen
Opernabend der Luxusklasse.
Kurzinhalt
Paris um 1830 — viel haben Rodolfo und seine Pariser
Freunde nicht am Weihnachtsabend. Doch frönen sie gern, sei
es aus Trotz oder aus Boheme-Lebensweise, üppig dem
ausschweifenden Künstlerleben. Der Hauswirt wird, statt der
Miete mit Wein versöhnt und Musiker Schaunard lädt lieber
zum Fest ins nahe Café Momus, als sein gerade verdientes
Geld für magere Zeiten zurückzulegen. Es ist die kranke
Mimi, die Rodolfos Herz im Sturm erobert, als sie am selben
Abend schüchtern um Kerzenfeuer bittet und damit die Liebe
des Poeten entfacht. Im Café Momus hingegen wird kräftig
gefeiert, statt still geliebt. Die bezaubernde Musette
verdreht den Männern den Kopf, ihr Walzerlied schürt das
Verlangen der Anwesenden. So erliegt auch Marcello ihrem
Charme.
Es ist ein Wintermorgen, als Mimi hustend vor den Toren
der Stadt herumirrt. Sie sucht Marcello, denn sie benötigt
seinen Rat. Die Frage ob Rodolfo sie noch liebe, schwirrt in
Ihrem Kopf, seit er sie am letzten Abend verlassen hat.
Rodolfo allerdings, liebt sie mehr denn je, ihn schrecken
Mimis fortschreitende Krankheit und ihr nahender Tod. Durch
Zufall belauscht er die beiden und stürzt hinzu, um Mimi in
die Arme zu schließen...
Puccini gelingt mit seiner Oper mehr als nur eine
traurige Liebesgeschichte zu erzählen, es ist die Macht des
Schicksals und die Kraft der Liebe, die in den Personen
sowie in der Musik ihren Ausdruck finden.
Dirigent Herbert von Karajan · Orchester
Orchestra e Coro del Teatro alla Scala, Milan · Inszenierung
Franco Zeffirelli · Regie Wilhelm Semmelroth · Solisten
Mirella Freni, Gianni Raimondi, Rolando Panerai, Adriana
Martino · 105 Minuten
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