So 21. + Mi 24. Oktober — 18:00Zum 80. Geburtstag des
Literatur-Nobelpreisträgers kommt die kongenial verfilmte Grass-
Novelle wieder ins Kino.
Beim Erscheinen der Novelle im Jahr 1961 wurden dem "Skandalautor"
Günter Grass unter anderem die "Beleidigung soldatischer
Ehre" sowie "Unsittlichkeit" vorgeworfen.
Anlässlich der Verfilmung durch Hansjürgen Pohland entfachte
sich die Aufregung erneut, erweitert um die besondere Brisanz der
Besetzung: Die Hauptfigur Mahlke wird von den Söhnen des
damaligen Außenministers und Vizekanzlers, Willi Brandt
gespielt.
Der Film erzählt in einer Rückblende, die zur Zeit des
Zweiten Weltkriegs in Danzig spielt: Schüler Mahlke (Lars und
Peter Brandt) wünscht sich das deutsche Ritterkreuz, um
seinen übergroßen Adamsapfel verdecken zu können. Die Reflexion
über Kriegsbegeisterung, Mitläuferund Außenseitertum unter
Jugendlichen erhielt durch Grass' Enthüllung seiner
SS-Mitgliedschaft eine neuen biographische Dimension.
Deutschland 1966 · Regie
Hansjürgen Pohland, nach der gleichnamigen Novelle von Günter
Grass · Mit Lars und Peter Brandt, Wolfgang Neuss, Claudia
Bremer u.a. · ab 16 J. · digitale Projektion · 88'
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