Do 5. Januar 2006 — 18:00 Uhr
So 8. Januar 2006 — 14:30 Uhr
Das Leben einer Schäferfamilie in einem kirgisischen
Bergdorf — beeindruckende Bilder, Farben und Töne
Wo der Himmel die Erde berührt liegt Kirgistan, ehemalige
Sowjetrepublik, Heimat des Dichters Tschingis Aitmatov. Ein
Film über die Naturschönheiten dieses Landes und eine sensible
Dokumentation über die natürliche Lebensweise der Nomaden, ihren
Tagesablauf und ihren Umgang mit der Natur.
Eine alte Nomadin, Bübüsch, ist eine der Protagonisten
im Film, sie lebt allein auf der Alm im Hochgebirge in einer Jurte
mit ihren Schafen. Sie ist wie die Mutter Erde und hat in ihrem
Leben schon viele schwere Erfahrungen gemacht. Ein weiterer
Protagonist ist Rysbek, ein kirgisischer Eposerzähler, der
nach einem tausendjährigen Brauchtum das kirgisische Epos 'Manas'
im Sprechgesang erzählt. Durch seine Lebensweisheiten erzählt er
von der großartigen Nomadenkultur an der alten
Seidenstraße.
Mit den beiden Hauptpersonen wird die Hoffnung vermittelt, dass
sich die Kirgisen ihrer Tradition bewusst bleiben und die
beispiellosen Naturschönheiten Zentralasiens bis ins nächste
Jahrhundert erhalten. Denn auch Kirgistan wird nicht von der
westlicher Zivilisation verschont. Hier wird das größte
Goldvorkommen der Erde vermutet. Ein kanadisches Großunternehmen
zerstört eine ganze Region. Täglich werden durch Sprengungen
Gletscher vernichtet, ganze Bergketten abtransportiert und mit
einem respektlosen Umgang der Natur ein Raum auf Jahrhunderte hin
weggenommen.
WO DER HIMMEL DIE ERDE BERÜHRT arbeitet mit starken Kontrasten
und erzeugt mit der Gegenüberstellung von High Tech und
Nomaden-Brauchtum ein Bewusstsein für Natur und Tradition.
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