So 20.05. — 18:00
Mi 23.05. — 18:00Ein Film über den Umgang mit
persönlicher Trauer, – und über den Umgang mit historischer
Schuld
10. Juni 1944. Distomo. Ein kleines Bauerndorf, ein Steinwurf
vom Meer entfernt, an der Strasse von Athen nach Delphi. Hier
überlebt der kleine Argyris, noch keine vier Jahre alt, am 10.
Juni 1944 ein brutales Massaker der deutschen Besatzungsmacht:
eine so genannte "Sühnemaßnahme" einer SS-Division als
Reaktion auf einen Partisanenangriff in der Gegend. Innerhalb von
weniger als zwei Stunden werden 218 Dorfbewohner umgebracht -
Frauen, Männer, Greise, Kleinkinder und Säuglinge. Argyris
verliert seine Eltern und 30 weitere Familienangehörige. Mehrere
Jahre verbringt er in Waisenhäusern rund um Athen, unter
Tausenden von Kriegskindern. Schließlich kommt Argyris über das
Rote Kreuz in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen.
Jahre später promoviert er an der ETH Zürich in Mathematik
und Astrophysik. Bald schon unterrichtet er an Zürcher Gymnasien,
beginnt griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen, und
arbeitet später mehrere Jahre, auch mit dem Schweizerischen
Katastrophenhilfekorps, als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal
und Indonesien. Seit er wieder nach Europa zurückgekehrt ist,
reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und
her - und die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer
länger.
Schweiz 2006 · Regie
Stefan Haupt · Mit Argyris Sfountouris · schweizerdt../franz./griech.OmU
· digitale Projektion · 105'
Links
» Infos
zum Film beim Salzgeber Filmverleih
» Ausführliche
Linksammlung filmz.de
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