Mi 16. November 2005 — 18 Uhr
So 20. November 2005 — 13 UhrFreiheit in der letzten
Diktatur Europas: 89 Millimeter beschreibt das Lebensgefühl sechs
junger Menschen, die in einem jungen Land aufwachsen, das
zerrissen scheint zwischen Stagnation, Protest und Aufbruch
89 Millimeter, das ist der Unterschied der Spurweite der
Eisenbahngleise zwischen Belarus/ Weißrussland und seinen
westlichen Nachbarn. Kein großer Abstand. Aber an der Grenze der
neuen EU öffnet sich eine andere Welt, angeblich "die letzte
Diktatur Europas".
Sebastian Heinzel, 25, junger Filmemacher aus Berlin,
begibt sich auf die Spur der kleinen und großen Unterschiede in
ein junges Land, das gleich hinter Polen beginnt und über das wir
als Westeuropäer im Normalfall wenig wissen. Mit seinem
russischstämmiger Kameramann nimmt er den Zug nach Minsk und
begegnet Slava — einem politischen Flüchtling, Alexander
und der Widerstandsbewegung Zubr (dt. "Bison"), Pavel
— einem Fassadenstreicher, der erst kürzlich aus dem
Gefängnis entlassen wurde, Olga — einer GoGo-Tänzerin,
der perspektivlosen Journalistin Ludmilla und dem staatstreuen
Soldaten Igor.
Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Porträt einer Generation
junger Erwachsener, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion
versuchen, einen Weg für sich und ihre Zukunft zu finden.
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D/Weißrussland 2004 · Regie und
Drehbuch Sebastian Heinzel · Kamera Eugen
Schlegel · teilw. russ.OmU · 77' |
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