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Weibliche Charaktere im DEFA-Film bilden den Mittelpunkt der
Film-Gesprächs-Reihe. Die DEFA, die "Deutsche Film
AG", galt als "Filmfabrik des Ostens". DEFA-Filme
standen für angepasste Werke genauso wie für den Widerstand
der Künstler/innen. In einem spannungsgeladenen Feld aus
propagierter Ideologie und Agitation und ganz persönlichem
künstlerischem Anspruch fand durch das Medium Film eine
Auseinandersetzung statt, mal angepasst, der Linie der Partei
folgend, mal kritisch mit einem Bewusstein für die Brüche im
sozialistischen Alltag.
Die Filme der Film-Gesprächs-Reihe zeigen Frauen, die sich
in einem problemgeladenen Alltag bewähren und um einen
geachteten Platz innerhalb der Gesellschaft kämpfen. Der
Zuschauer erlebt sie im Arbeitsprozess, bei den alltäglichen
Besorgungen für die Familie. Sie sind selbstständig, aktiv,
emanzipiert, aber genauso verletzlich, unsicher und schwach. Sie
haben Träume und sie gestatten sich, ihre Träume zu leben.
Die Bundeszentrale für politische Bildung präsentiert im
Kino Cinema in Münster die dritte bundesweite
Film-Gesprächs-Woche zum Thema "DDR - Fiktion und
Wirklichkeit im Film". An vier Abenden werden Dokumentar-
und Spielfilme gezeigt, um anschließend mit Regisseuren/innen,
Drehbuchautoren/innen, Schauspieler/innen und Historiker/innen
über Entstehungsbedingungen und Wirkung der Filme damals wie
heute ins Gespräch zu kommen.

Eine Veranstaltung der Bundeszentrale
für politische Bildung in Kooperation mit der
DEFA-Stiftung, der Stiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur, dem Cinema Filmtheater und dem PROGRESS
Film-Verleih.
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