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Für die Fertigstellung seines insgesamt 400 Minuten
umfassenden Gesamtwerkes benötigte der Künstler nahezu zehn
Jahre (1994-2002). Nicht in chronologischer Reihe entstanden,
bilden die fünf Teile des CREMASTER CYCLE ein in sich
geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Entworfen als gefilmte
Performance-Serie, in denen der Künstler Matthew Barney selbst,
außer in CREMASTER 1, immer eine zentrale Rolle spielt, wurden
die Filme zunächst einzeln in Museen präsentiert. Mit seiner
überwältigenden Bildersprache und seiner höchst eigenwilligen
Verquickung von unterschiedlichsten Stoffen, die etwa dem Musical,
dem Western oder der keltischen Sagenwelt entlehnt sind, ist der
CREMASTER CYCLE tatsächlich, wie Michael Kimmelman in der New
York Times meinte, "sowohl vom Ehrgeiz und vom Umfang des
Projektes her, wie auch aufgrund seiner provozierenden Direktheit,
ein Meilenstein für die Kunst des neuen Jahrhunderts."
Hervorgegangen aus künstlerischen Darbietungen, die den
menschlichen Körper in all seiner Abhängigkeit von psychischen
Impulsen, in all seiner physischen Begrenztheit als Symbol
schöpferischer Kraft erscheinen lassen, zerlegt der Film- Zyklus
den menschlichen Körper in die Einzelteile eines
zeitgenössischen Schöpfungsmythos. Das Grundkonzept des Zyklus
ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit
dem Prozess der geschlechtlichen Differenzierung während der
embryonalen Phase des Menschen. Von CREMASTER 1, dem femininsten
Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch
geschlechtlich unbestimmt ist, bis CREMASTER 5, der seinen
differenziertesten Zustand darstellt. Kremaster bezeichnet einen
willkürlichen Muskel, der die Hoden je nach Temperatur oder
Angstzustand hebt und senkt.
Namhafte Persönlichkeiten wie Norman Mailer, Ursula Andress
und Aimee Mullins haben als Schauspieler mitgewirkt. Matthew
Barney lebt mit seiner Frau Björk in New York.
Eintrittspreise
1 Vorstellung: 6,50 / 5 EUR | 2 Vorstellungen: 11,50 / 9 EUR |
3 Vorstellungen: 14,75 / 11,5 EUR (bitte die Karten aufheben und
an der Kasse beim Zweit- und Drittkartenkauf vorzeigen)
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