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Mit dem CREMASTER CYCLE hat Matthew Barney, einer der herausragendsten Künstler unserer Zeit, den wohl unkonventionellsten Filmzyklus des modernen Kinos geschaffen.

Cremaster 1 + 2

Cremaster 3

Cremaster 4 + 5

So 16.7. — 15:00
Mo 17.7. — 19:00
Mo 24.7. — 19:00

Cremaster 1 1995

Im Inneren von zwei Goodyear-Zeppelinen, die über einem Stadion schweben, ordnet eine platinblonde Frau grüne und blaue Weintrauben zu geometrischen Mustern an. Diese Figuren werden auf dem blauen Rasen des Stadions von Tänzerinnen nachgebildet, die direkt einer Musicalkomödie von Busby Berkeley zu entstammen scheinen.

CREMASTER 1 · USA 1995 · Regie und Drehbuch Matthew Barney ·  Kamera Peter Strietmann · Mit Marti Domination · 40'

Cremaster 2 1999

Zwei scheinbar unzusammenhängende Geschichten überlagern einander. Erstere ist durch Norman Mailers Roman "Gnadenlos" ("The Executioner’s Song") inspiriert, der seinerseits auf einer wahren Begebenheit basiert: Es geht um den Fall Gary Gilmore (gespielt von Matthew Barney), ein Sohn einer Mormonenfamilie aus Utah, der einen jungen Tankstellenbesitzer ermordet hat und zum Tode verurteilt wurde. Die Hinrichtung selbst erhält im Film die Gestalt eines ritualisierten Rodeos auf einem Salzfeld. Der zweite Handlungsstrang, dem der Columbia-Gletscher in Kanada als Kulisse dient, kreist um Harry Houdini (Norman Mailer), einen Zauberkünstler ungarischer Herkunft, der besonders für seine Verwandlungskünste berühmt war. Das bindende Glied zwischen den beiden Geschichten ist genealogischer Natur: In der Tat soll nämlich Harry Houdini der Großvater von Gary Gilmore gewesen sein.

CREMASTER 2 · USA 1999 · Regie und Drehbuch Matthew Barney ·  Kamera Peter Strietmann · Mit Norman Mailer, Matthew Barney · 79'

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