Mo 13. Nov. 2006 — 21:00 Uhr
Cosmo zahlt die letzte Rate für seinen Nachtclub am Sunset
Strip in L.A. und geht mit drei seiner Tänzerinnen in einen
privaten Spielclub, um zu feiern. Am Spieltisch verliert er hoch
und bemerkt nur halb, dass er Gangstern aufgesessen ist. Überaus
unwahrscheinlich übersteht er im weiteren die aufgepressten Prüfungen
und geht, als wäre nichts geschehen, in seinen Nachtclub zurück...
Cassavetes ist bei all den Genre-Elementen des Plots
weder an der Aus- oder Umgestaltung der Genrekonventionen von
"sex and crime and business" interessiert, noch an ihrer
"Diskussion oder Analyse nebst neuer Synthetisierung oder
ihrer Parodie [...]. Das unterscheidet ihn kategorisch vom New
Hollywood etwa Scorseses, Coppolas, Altmans [...]. Die Intrige ist
nur ein Vorwand, um eine Gesellschaft mit ihren Einzelinteressen
und ihrer Gestaltung zu studieren und [...] eine Person zu
zeichnen, ihre Träume, ihren Untergang, ihren Sturz. [...]
Cassavetes — und das ist das unerhörte Ereignis dieses Films
— [...] macht sich das Genre zurecht und gefügig, schreibt in
derselben Handschrift mit anderer Tinte und auf anderem Papier".
Peter W. Jansen

THE KILLING OF A CHINESE
BOOKIE · USA 1975 · Regie und Drehbuch John
Cassavetes · Kamera Mitch Breit, Al Ruban · Schnitt Tom
Cornwell · Musik Bo Harwood · Mit Ben Gazzara,
Timothy Agoglia Carey, Seymour Cassel, Robert Phillips, Morgan
Woodward, John Red Kullers, Al Ruban, Azizi Johari, Virginia
Carrington u.a. · engl.OmU · 112'
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