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Mo 15. Jan. 2007 — 21:00 Uhr
"Nagisa Oshimas DIE ZEREMONIE war der große
Gewinner bei den Kinema Junpo Awards 1972 (bester Hauptdarsteller,
bester Regisseur, bester Film und bestes Drehbuch). Der Film ist
eine faszinierende Studie der japanischen Kriegs- und
Nachkriegszeit aus der Sicht eines jungen Manns aus einer
einflussreichen Familie. Es ist die wohl autobiographischste
Arbeit Oshimas, der als Nachkomme der mächtigen Samurai in
derselben Zeit und unter ähnlichen Umständen aufwuchs.
In Rückblenden erzählt der Film anhand von Ritualen und
Zeremonien, die alle mit bedeutenden Ereignissen der japanischen
Geschichte zusammenfallen, die Geschichte Matsuos, des Erben der
Familie Sakurada. Der Großvater, Sakurada Kazuomi (brilliant
gespielt von Sato Kei), lenkt patriarachalisch die
Geschicke der Familie. Oshima benutzt Kazuomi, um Japans
paternalistische nationalistische Haltung (in der Verehrung des
Kaisers wie auch im Familienleben) zu kritisieren, indem er die
Verkommenheit des Patriarchen auf jeden in dessen Umgebung
übergreifen lässt.
Gedreht in einer Zeit als Oshima den Glauben an revolutionäre
Ideale verlor, ist Die Zeremonie eine satirische, stellenweise
surreale Chronik einer kleinbürgerlichen Familie mit, wie Noel
Burch feststellt, 'einer strukturellen Tiefe der Erzählkunst, die
zum besten gehört was Oshima je hervorgebracht hat'."
japanese new wave cinema (Filmbeschreibung
von japanesenewwave.com)
GISHIKI
· Japan 1971 · Regie Nagisa Oshima · Drehbuch
Nagisa Oshima Mamoru Sasaki Takeshi Tamura ·
Kamera Tsutomu Narushima · Mit Kenzo Kawarazaki,
Atsuko Kaku, Atsuo Nakamura, Akiko Koyama u.a. · japan. OmU · 123'
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Movie Database
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