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Ai no corrida

Mit der Kunstakademie Münster:
Cassavetes — Godard — Oshima (7)

Ai no corrida
Im Reich der Sinne
Nagisa Oshima · 1971 · japan. OmU

Mo 22. Jan. 2007 — 21:00 Uhr
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Nagisa Oshimas bekanntestes Werk, das auf einem realen Ereignis aus dem Jahr 1936 basiert, löste bei der Aufführung auf der Berlinale 1977 einen Skandal auf: der Film wurde als "harte Pornographie" beschlagnahmt. Im Jahr darauf wurde er allerdings ungekürzt für die Kinos freigegeben und darüber hinaus von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet. Bis heute gilt der Film als eines der radikalsten Werke der Filmgeschichte, das Sexualität und Obsession bis ins Detail auslotet.

Sada arbeitet als Dienerin und Prostituierte in Tokus Geisha-Haus, um so die Schulden ihres Ehemanns zu bezahlen. Es ist das Jahr 1936, die japanische Bevölkerung bereitet sich auf den Ausbruch des zweiten Weltkriegs vor und die alten Bräuche und Traditionen beginnen langsam zu zerfallen — auch die Dienste der Geishas sind nicht mehr so gefragt. Eines Tages begegnet Sada dem Ehemann von Toku, der Besitzerin des Geisha-Hauses und verliebt sich in ihn. Kichizô, Tokus Mann, fühlt sich ebenfalls von Sada angezogen. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die zunehmend obsessiver wird. Sada droht damit, Kichizô zu töten, sollte er noch einmal mit seiner Frau schlafen; Kichizô ist eifersüchtig auf die zahlende Kundschaft der Geliebten. Er beschließt, sie zu heiraten, denn nur so können sie sich wirklich gegenseitig besitzen. Von nun an wird die Außenwelt immer unwichtiger, bedingungslos geben sie sich einander hin und lassen die Grenzen von Konventionen und Tabus dabei hinter sich - Sexualität ist die einzige Form der Kommunikation, die zwischen den beiden möglich ist. Nur Schmerz kann ihre Lust und Ekstase noch steigern.

AI NO CORRIDA · Japan/Frankreich 1976 · Regie Nagisa Oshima · Mit Tatsuya Fuji, Eiko Matsuda u.a. · OmU · 109'

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