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Die Biographie über John Cage - Sie erinnern sich? Der letzte
Film im avantgardistischen Menu Teil zwei - hat uns inspiriert,
weiter nach ungewöhnlichen Verknüpfungen von Ton, Musik und Film
zu suchen. Hier unsere schmackhaften Fundstücke:
Im April geht es nicht nur an, sondern
über die Grenze: Die Dokumentation "Step across the
border" von Werner Penzel und Nicolas Humbert ist eine
poetische und humorvolle Hommage an Fred Frith, den Mann, der
seine Gitarre mit Erbsen, Schneebesen und Klobürsten bewirft und
daraus Musik macht. Die grenzüberschreitende Weltmusik des
britischen Multi-Instrumentalisten widersetzt sich jeder üblichen
Schublade. Im Film sind Bild und Ton gleichberechtigte Partner und
verschmelzen zu einer überzeugenden musikalischen Reise. Wer
danach nicht nach Hause rennt und mit leuchtenden Augen auf allem
rumhämmert, was er finden kann, für den ist Inspiration ein
Fremdwort.
Der Mai gehört Morton Feldman.
Der amerikanische Komponist - Zeitgenosse und Freund von John Cage
- war ebenso wie Cage ein Künstler, der nicht am Tellerrand
seiner eigenen Disziplin haltmachte. Grundzug seiner Kompositionen
ist die "offene Form", die dem Musiker zwar ein
bestimmtes Tonmaterial vorgibt, die strukturelle Gestaltung aber
nicht mehr genau fixiert. Wir zeigen vier Filme aus den 50er und
60er Jahren mit Musik von Feldman, die er speziell für diese
Filme schrieb, darunter Portraits der Malerikonen Jackson Pollock
und Willem de Kooning.
Im Juni wird's punkig. Wir
springen von der Filmmusik wieder zum Musikfilm und zeigen Peter
Sempels "Punk & Glory". Der "Weltreisende in Sachen
Film" hat einen Dokumentarfilm gedreht, dessen wirbelnder
Mittelpunkt die reichlich verrückte Punk-Diva Nina Hagen ist, des weiteren
ihre Familie, ihre Freunde, ihr Leben und ihre Musik. Mit von der
Partie: Die Weltmetropolen L.A., Paris, New York, Berlin.
Ungewöhnliche
"Betriebsgeräusche" sind im Juli zu hören.
Christian Scheib hat das Filmpaket auf der Diagonale 2000 in Wien
vorgestellt. Jetzt zeigen wir auch in Münster die dazugehörenden
zehn Avantgardefilme aus Österreich. Besonderes Kennzeichen: die
Tonspur, sonst neben dem dominanten Bild meist auf Platz zwei,
führt ein hörbar radikales Eigenleben.
Einsteigen und Abfahren im August mit
"L'amour, l'argent, l'amour". Philip Grönings
Roadmovie war einer der Höhepunkte des Internationalen
Filmfestivals in Hof im letzten Jahr. Der Film zeichnet sich durch
eine faszinierende Bildästhetik und Musik aus, bei der man
einfach immer nur weiterschauen und hören möchte. 29.04.01
Step across the border
13.05.01 Musik:
Morton Feldmann
17.06.01 Punk
& Glory
08.07.01 Betriebsgeräusche
12.08.01 L'amour, l'argent,
l'amour
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