Seelenschatten
Depression
Mi 04.10.06 — 19:00 Uhr

Zwei Jahren im Leben von zwei
Frauen und zwei Männern, die unter schweren Depressionen leiden.
"Depression ist ein Sumpfgebiet; es gibt keine Karten, und
oft kommt Nebel auf." (Charles E.)
Auf behutsame Weise, aber ebenso unmittelbar und direkt, tastet
SEELENSCHATTEN sich an das Krankheitsbild "Depression"
heran. Der Film zeigt in vier Porträts wie verschieden
Depressionen sich äußern können. In ganz unterschiedlichen
Stadien haben die Betroffenen sich mit dem Krankheitsphänomen
herumzuschlagen, von Phasen totaler Apathie bis zu Situationen, in
denen sie sich in ihrer Umwelt scheinbar ganz normal bewegen
können. Vier miteinander kunstvoll verwobene Einzelporträts
beleuchten dabei sowohl jeden individuellen Krankheitsverlauf als
auch die Hilfe und Unterstützung seitens Freunden und der
Familie.
Charles E. ist anfangs 40, ausgebildeter Chemiker mit
handwerklichem Geschick und lebt alleine. Aufgrund eines Burn-Outs
bricht er seine Doktorarbeit ab, übernimmt für einige Jahre eine
Aushilfstätigkeit, bis er sich wegen einer schweren Depression in
eine Klinik einweisen lässt. Darauf folgen verschiedene
berufliche Tätigkeiten u.a. auch in Beschäftigungsprogrammen
sowie weitere Klinikaufenthalte.
Hélène P. ist Mitte 50 und lebt geschieden von ihrem
Mann. Seit einer Kindbettdepression werden ihre Leiden immer
wieder auch in Kliniken behandelt. Ihre Arbeit im Textilverkauf
gibt sie nach ihrem letzten längeren Klinikaufenthalt auf. Die
beiden Söhne und deren Familien kümmern sich um sie und helfen
ihr, eine sinnvolle Tagesstruktur zu finden.
Die 20-jährige Frau, die wegen ihrem Arbeitgeber und
ihrem sozialen Umfeld anonym bleiben möchte, bricht aufgrund
einer schweren Depression ihre Vorbereitungen für das Abitur im
Internat ab. Sie wird über Monate von ihrer Mutter zu Hause
betreut und erfährt ebenfalls Unterstützung und Begleitung durch
ihren gleichaltrigen Freund. Sie steht vor dem Abschluss einer
kaufmännischen Berufslehre.
Bronislaw K. ist Mitte 50 und gelernter Grafiker. Weil
sich sein Traum eines Künstlerdaseins nicht verwirklichen lässt,
beginnen Depressionen und heimliches Trinken. Nach zehn Jahren Ehe
trennt er sich von seiner Familie, woraufhin sich sein depressives
Leiden verstärkt. Nach einem Klinikaufenthalt kämpft er immer
wieder mit Krankheitsschüben. Seine Kreativität lebt er
musikalisch aus, spielt verschiedene Instrumente und improvisiert
an Klavier und Keyboard.
SEELENSCHATTEN · CH
2002 · Regie und Drehbuch Dieter Gränicher ·
Kamera Hansueli Schenkel · ab 12 · schwyz. OmU · 89'
Links
» Offizielle
Film-Homepage des Regisseurs auf depressionen-film.ch
» Informationen
zum Film auf ausnahmezustand-filmfest.de
» Internet
Movie Database
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