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Zum
Start von „Couscous
mit Fisch“ zeigen wir die beiden früheren Filme des
Karlsmedaille-Preisträgers Abdellatif Kechiche.
Abdellatif
Kechiche wurde 1960 in Tunis geboren. 1966 zog er mit seiner
Familie nach Frankreich und wuchs in Nizza auf. 1978 startete er
zunächst seine Schauspielerkarriere und gab drei Jahre später
sein Debüt als Theater-Regisseur. Für seine bisherigen drei
Spielfilme erhielt Kechiche zahlreiche Auszeichnungen. Für
seinen herausragenden Beitrag zur europäischen Integration
wurde ihm darüber hinaus in diesem Jahr gemeinsam mit Fatih
Akin der europäische Medienpreis, die Karlsmedaille, verliehen.
Auszüge aus der Laudatio: „Den Werken beider Preisträger ist
gemeinsam, dass sie einen ganz persönlichen und warmen Blick
auf Menschen richten, die sich aus unterschiedlichsten Motiven
zwischen kulturellen Grenzen bewegen. Die Filme von Akin und
Kechiche arbeiten nicht mit Klischees oder Stereotypen. Wir
finden weder multikulturelle Verklärungen, noch
Dramatisierungen, um filmische Effekte zu steigern. Das
Kuratorium ehrt Abdellatif Kechiche weil er mit seinen vielfach
ausgezeichneten Filmen einen ganz persönlichen medialen und
kulturellen Beitrag zur europäischen Integration leistet. Seine
Filme entfalten eine außerordentlich authentische Wirkung, vor
allem auch deshalb, weil Kechiche vielfach mit Laiendarstellern
arbeitet, an den Orten, an denen sie ihren Alltag leben und in
der Sprache, die sie sprechen.“
L’esquive
Do 18. September
—
20:00 Uhr
So 21. September —
13:00 Uhr
Di 23. September —
17:30 Uhr
»Kechiche wirft die Texte des
Rokokodichters Merivaux unter die Kids von Einwandererfamilien
in den tristen Wohnsilos der Vorstädte. Und siehe, als Rap
provoziert die höfische Verwechslungskomödie den rauen Stolz,
die zarten Gefühle und die aggressive Selbstbehauptung der Töchter
und Söhne der Ärmsten. L’esquive ist ein kleines Wunder so
nahe am Leben und mit leichter Hand eingeschrieben in die
sozialen Verhältnisse dieser Welt, dass es einem den Atem
nimmt.« (Viennale 2004)
Vier
Césars 2005, u.a. Bester Film, beste Regie
Frankreich
2003 · Regie: Abdellatif Kechiche · Drehbuch: Abdel
Kechiche, Ghalia Lacroix · Kamera: Lubomir Bakchev • Mit
Osman Elkharraz, Sara Forestier, Sabrina Ouazani, Nanou
Benahmou, Hafet Ben-Ahmed u.a. · franz.OmU · ab 6 J. ·
117‘
Voltaire
ist schuld
Do 25. September
—
20:00 Uhr
So 28. September —
13:00 Uhr
Di 30. September —
17:30 Uhr

»Das wunderbare Drama erzählt die Odyssee
eines tunesischen Einwanderers in Frankreich, der mit der Naivität
des Voltaire-Helden "Candide" in Paris ein neues Leben
beginnen will und , dem eine Unbekannte die Scheinehe anbietet.
Soziales Kino, nicht larmoyant, sondern unterhaltend und dennoch
ernsthaft dargebracht.« (Blickpunkt:Film)
Filmfestispiele
Venedig 2000: Bestes Erstlingswerk
LA FAUTE
À VOLTAIRE · Frankreich 2000 · Regie und Drehbuch:
Abdellatif Kechiche · Kamera: Dominique Brenguier,
Marie-Emanuelle Spencer • Mit Elodie Bouchez, Sami
Bouajila, Aure Atika, Bruno Lochet, Olivier Loustau u.a.
· franz.OmU · 129‘
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