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ensch, spielt doch
endlich mal |
| 'Einer flog über das Kuckucksnest', der
ist jetzt schon Jahre lang nicht mehr gelaufen! Wollt
ihr den nicht, mögt ihr den nicht oder wißt ihr
einfach nicht, was gute Filme sind?" — Eine recht
oft gestellte Frage an uns [...] Und die Antwort? Wollen
wollen wir, mögen tun wir auch und die guten kennt man
auch recht gut nach so vielen Jahren Kinogeschäft. Doch
können können wir oft nicht. Und damit sind wir bei
dem Problem [...]: die Beschaffung der
"Software", also der Filme. Wie kommt man die
Filme 'ran - oder auch: wieso kommt man an einige /
viele nicht ran? |
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rundsätzlich gilt
folgendes: Die |
| Filme werden nicht gekauft, sondern für
jede Aufführung speziell bei Verleihern gemietet. Das
kostet dann bei neuen Filmen in der Regel zwischen 40
und 55 Prozent vom Verkauf der Eintrittskarte. Meist
werden Garantien auf den Umsatz verlangt. Die Filme
werden also von den Verleihern wie von einem
Großhändler vertrieben - allerdings immer nur an ein
Kino in der betreffenden Stadt. |
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er Verleih bezieht die
Rechte |
| zum Verleih beim Hersteller (Lizenzgeber).
Die Lizenz für einen Film wird normalerweise für ein
fest umrissenes Gebiet (z.B. BRD) erteilt. Nach Ablauf
dieser Frist hat der Verleih oft eine Option zur
Verlängerung. Ob er diese Option in Anspruch nimmt,
liegt natürlich daran, wie der geschäftliche Erfolg
des Films war. Für die Lizenz zahlt der Verleiher eine
Garantiesumme (zwischen 10.000 und mehreren 100.000 DM)
und außerdem einen Prozentsatz der von den Filmtheatern
erhaltenen Leihmiete. Der Verleiher läßt die nötige
Anzahl von Kopien ziehen, Werbematerial anfertigen
(Plakate, Fotos, Trailer = Voranzeigefilme, Dias,
Pressematerial). Bei "größeren" Filmen —
wie "Krieg der Sterne" — macht der Verleiher
eine eigene überregionale Werbekampagne. |
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anach sollen sich dann
Publikum |
| und Kinobesitzer um den Film reißen —
bei den Verhandlungen mit den Kinobesitzern geht es dann
nur noch um eine verbindliche, möglichst lange
Spielzeit de Films und um das Problem, welches Kino am
Ort welchen Film bekommen wird. Am liebsten vermittelt
der Verleiher an eine Kinokette, dann hat er auf einen
Schlag mehrere Kinos mit entsprechenden Einnahmen unter
Vertrag. |
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| Oder er versucht, die
"stärksten" Kinobesitzer für seine Filme zu
begeistern. Das sind die Filmtheaterbesitzer, die
örtlich die meisten Kinos oder die Kinos mit dem
höchsten Umsatz besitzen. Die bekommen dann die
Exclusivrechte für den jeweiligen Film. In der Praxis
sieht es dann noch so aus, daß die erfolgversprechenden
Filme sofort noch für spätere Einsätze vom
Erstaufführungstheater reserviert werden, so daß die
anderen Kinos — auch wenn der Film in absehbarer Zeit
nicht wieder eingesetzt wird, nicht spielen dürfen. Oft
sind die Filmverleiher auch an der Produktion eines
Films direkt oder indirekt beteiligt. Sie haben also
sowohl auf die Abspielsituation (die Vermarktung eines
Films) als auch auf die marktgerechte Produktion einen
erheblichen Einfluß. [...] |
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inmal oder zweimal im
Jahr stellt |
| nun der Verleih eine sogenannte 'Staffel'
zusammen, d.h. eine Anzahl von Filmen, unter denen sich
meist eine Perle befindet. Diesen Renner bekommt man
dann nur, wenn man die Flops auch kauft. Die Filme
werden also häufig als Staffel vermietet. Die
gedankliche Leistung der Kinobesitzer liegt also nicht
mehr in einer inhaltlichen Filmauswahl, sondern in einer
rein zeitlichen: er muß entscheiden, wann und wo
welcher Film am besten einzusetzen ist. [...] |
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amit wären wir beim
Programm |
| machen: Hat man ein Monatsprogramm
zusammengestellt, sucht man raus, über welchen
Verleiher man an welchen Film kommt. Leider werden schon
viele gute Filme einfach nicht mehr verliehen, weil sie
neueren Platz machen müssen. Aber auch an die
Verfügbaren kommen wir oft nicht ran, weil sie durch
andere, — meist größere Erstaufführungskinos —
für lange Zeit reserviert wurden. Als
Ausweichmöglichkeit bleibt noch der nichtkommerzielle
16-mm-Schmalfilmmarkt, der aber oft nur die
nichtgewerblichen Rechte hat, also nicht an gewerbliche
Kinos verleihen darf. So sieht das endgültige
Monatsprogramm also meist anders aus als das anfangs
geplante [...] |
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Quelle:
Filmzeitung der Programmkinos CINEMA und KURBELKISTE in
Münster, Mai 1982, S. 2 basierend auf einen Artikel in
der Programmzeitung des Kinos Harmonie, Frankfurt. |
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